Der träumende Mensch 1
Als er in einem Traum entdeckt,
wie wunderbar ein Kuchen schmeckt,
will er nicht länger sich bedröhnen,
von Träumen lässt er sich verwöhnen.
Auf dass er aus der Erdenenge
und des Daseins harter Zwänge
in das weite All entschwinde,
und statt seinen Schatten
sich die goldenen Krawatten
der Sterne um den Halse binde...
Es enden Traum und Nacht,
der Alltag kommt, wie schade.
Die Augen aufgemacht
sucht er nach Schokolade.
Der träumende Mensch 2
Die irdischen Beschwerden
sind seine Dornenkron.
Er hofft, erlöst zu werden
durch Sitz auf Gottes Thron.
Von Träumen überschüttet,
kann er sich selbst nicht sehn,
fällt auf die Knie und bittet,
als andrer aufzustehn.
Er wünscht sich neu geboren
und Wehen plagen ihn.
In ihm zieht an den Ohren
sein Enkel seine Enkelin.
Es ist der Heimgekehrte,
auf den die Sonne zeigt.
Das neue Kind der Erde,
das aus der Traumflut steigt.