Er war seit einiger Zeit geschieden, da entdeckte er das Gesicht seiner Ex-Frau auf den Schaufensterpuppen eines Modegeschäftes. „Seit wann steht sie Modell für Schaufensterpuppen?“ dachte er.
Sie ist doch Buchhalterin.
Er suchte die Wohnung seiner geschiedenen Frau auf, eine fremde Frau öffnete. Sie verweigerte die Auskunft und stieß ihn zurück. Das kam ihm verdächtig vor und er meldete seine ehemalige Frau bei
der Polizei als vermisst.
Einen Tag später teilte ihm die Polizei mit, sie lebe noch und zwar unter der ihm bekannten Adresse und wolle mit ihm nichts zu tun haben. Er ging noch einmal zu ihrer Wohnung, wieder war es die
fremde Frau, sie schrie ihn an und schlug die Tür zu. Merkwürdigerweise hatte sie die Stimme seiner Ex. Und er dachte: Wenn sie das ist, so trägt sie jetzt eine Maske. Aber warum? Hat sie
womöglich die Rechte auf ihr Gesicht verkauft? Bestimmt bekommt sie dann Geld dafür. Hat sie das Geschäft vor der Scheidung abgeschlossen? Womöglich steht auch ihm eine Zahlung zu!
Er suchte den Hersteller der Schaufensterpuppen auf. Der sagte, er kenne seine Frau gar nicht. Das Gesicht seiner Schaufensterpuppen sei von einer Werbefirma, die mit KI arbeitet.
Der Mann hielt das für eine Lüge, es kam zu einem Handgemenge. Man rief die Polizei. Er griff sie an und landete in einer Nervenklinik.
Dort stellte sich heraus, Seine Frau hatte sich täglich nach einem Frauenbild in der Werbung geschminkt, weil er es verlangt hatte. Erst nach der Scheidung, als er seine Ex-Frau überraschend
aufsuchte, sah er ihr wirkliches Gesicht, das er längst vergessen hatte.