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Aktuelles

Herbst in Blankenfelde
Herbst in Blankenfelde

 

           Kachelwand (1)

 

          Um Mitternacht

 
Könnt er die Nacht sich formatieren
zur Kachelwand in einem Klo,
würd er mit Versen sie beschmieren,
dann hätt er Ruhe, denkt er so.
 
Die Nacht ist eine Kachelwand
mit Glitzer dekoriert.
Wisch weg das Zeug, das den Verstand
zu Fantasien verführt.
Jetzt wird „Klar Schiff“ gemacht,
und wie beim Gang zur Schlacht
marschiern in Zweierreihn
die Worte auf dem blanken Stein:

Ist krank der Mensch? Ist er defekt?
Kann er nicht richtig sehen?
Als hätt ihn irgendwer gehackt,
sich blind im Kreis zu drehen..
Wie er von sich berauscht da steht,
sich göttergleich empfindet,
stampft er herum im Blumenbeet
und alles Leben schwindet.

Gezeugt aus Lust, verdammt aus Pein,
einst Liebling der Natur,
wird er schon bald verschwunden sein,
von ihm bleibt keine Spur.
Und niemand weiß, wohin er ging...
Der Erde ist's egal
und wählt sich einen Schmetterling
zum neuen Prinzipal.
 
Punkt Zwölf. Vom Rundfunk Phrasen.
Ganz friedlich pennt die Welt,
und durch die stillen Straßen
rennt wild ein Hund und bellt.

 

Aus Verse an der Kachelwand

 

 

Neuerscheinung!

Neue Gedichte von Ulla Eisenberg

 

140 S., DIN A 5, Softcover, 14,50 €

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68 – Es gab nicht nur Demos

Ursula Eisenberg („68“ und der Sumpf einer Bildungsbürgerfamilie)

Sigi Hirsch (Meine Begegnung mit Günter Grass)

Dieter Lenz (Der Buchladen)

Marianne Müller-Brettel (Zimmersuche 1968)

Harald Schmid („Kannst du schreiben, Kumpel?“ oder

Wie man einen Arbeiterschriftsteller macht)

 und 10 Abbildungen

2. Auflage
116 S., 11,5 x 18 cm, Softcover, 9,80 €

                              Bestellungen im Shop                                             

    Und dazu im Lesetheater das Drama einer 68er Familie

                                                                 Das Boot im Garten

 

 

Zum Weiterlesen

 

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Warum wir keinen Kaffee kochten?
Ob wir... weiter

 

Aphorismen und Notate

Er nimmt sich die Freiheit, die Wahrheit wenigstens im Buch zu sagen. /

Wer nachdenkt, darf sich widersprechen, wer nicht nachdenkt, widerspricht .... weiter

 

   Die höchsten Erhöhungen unserer Zivilisation

   sind die Müll- und Schuldenberge.

 Harald Schmid

 

 2. Auflage!

 

Jeder Satz ein Treffer...

 

Wer laut denkt, lebt gefährlich

Aphorismen und Notate

von Harald Schmid

 

96 S. 11,5 x 18 cm, Softcover, 10,50 €

ISBN 978-3922299-45-5

 

Zu bestellen im Online-Shop

 

                                       

    Das verdrehte Ding

 

Welcher Schelm hat das verdrehte
Ding sich ausgedacht!
Aufgeschreckt wie in Stampede
stürzen Sterne
durch die Nacht
beim berühmte Kitzelspiel,
wo man unter Schmerzen lacht.
Ja, ich wäre wirklich gerne

zu nem Baum gemacht,

in den Adern Chlorophyll,

stünde einfach da ganz still.

 

Auch genehm der ewge Frieden:
dass mich keusche Engel holen,
ihre blütenzarten Finger
sind ein Windhauch allenfalls.
Doch des Frühlings leises Sieden
und zwei Augen schwarz wie Kohlen
sind gewaltige Bezwinger.
Und ich liebe, liebe abermals …

 

Als ich ihr entzückt erkläre,
dass sie meine Liebste wäre,
murmelt sie: „Schon Koks geschnupft?“
Und ich küsse ihr das Pfötchen
und ich fühl mich wie das Brötchen,
das beim Frühstück sie zerrupft.


Klüger wär's, davonzulaufen,
besser noch ne Weltraumfahrt,
reiß an Gottes langem Bart,
will mich mit ihm raufen.

 

Fall stattdessen auf die Knie,

bin erschöpft, und bitte sie:

 

„Schatz, gewähr mir Straferlass!

Was soll's sonst bedeuten?

Oder ist's nur Jägerspaß,

Lust, was zu erbeuten?

Sich mal beißen, sich mal küssen,

sind wir so gebaut?

Wollen wir das Rätsel lösen,

ja, ich denk, dann müssen

wir viel mehr entblößen

als nur unsre Haut.

Und wir finden einen schlaffen,

leiderprobten Sado-Affen...

 

Möchte dich zum Abschied fragen

(in der Seele grollt's):

Musstest du die Liebe schlagen

an ein Kreuz aus Stolz?"

 

Aus: Verse an der Kachelwand

 

 

Ein Berlin-Buch mit Fotos und Geschichten

Fotos von Beate Stübe, Thomas Lenz, Eika Aue, Detlef Nickel
Texte von Jürgen Mahrt, Eika Aue, Dieter Lenz

3. Auflage Februar 2018
DIN A 5, 96 Seiten, 92 Fotos, 17 Texte, 19,80 €      

                                                                   Zu bestellen unter shop

 

 

Lesetheater

 

Theaterplakat zur Aufführung des Stückes "Nie wieder Köpenick".

Neu bearbeitet unter dem Titel Komm, Rheinländer tanzen!

Ein Ostberliner kämpft nach der Vereinigung mit einem Rheinländer um sein Haus in Köpenick. (Schwank).

Weitere Theaterstücke

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Wer ist hier Roboter, wer ist hier Mensch? (Komödie)
Das Ende einer 68er Familie (Drama)

Ein arbeitsloses, älteres Schauspielerehepaar spielt heimlich ein eigenes Stück vor leerem Haus. (Krimigroteske)

 

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