Aktuelles

 

Die ungerechte Rentenerhöhung

 

Ab 1.7. ist es wieder so weit: Rentenerhöhung um rund 3 %. Beispiel: Eine Rente von 2000 Euro erhöht sich um 60 Euro, eine von 600 Euro um 18 Euro.
Logisch? Nein, ungerecht. Denn:...weiter

 

 

Heute schon Zeitung gelesen?

HANNES hat's getan – und ist wieder über was gestolpert:

Quantencomputer

 
HANNES: Na, welches Wort plagt dich heute? Oder ist die Zeitung endlich lesbar geworden..
MANNE: Die ist schon lesbar.. Aber irgendwo steht immer was, was ich nicht versteh.... Hier.. Quantencomputer. Darüber schreiben sie was. Aber ich... weiter

 

 

Immer mehr muss die Vielfalt der Natur

der Einfalt des Menschen weichen.

Harald Schmid

Warnungen an mich selbst

Aphorismen

von Harald Schmid

92 S., 18 cm hoch, 12,5 cm breit, Softcover  10,20 €

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Der Stadthaus-Verlag unterstützt die männliche A-Jugend der SG OSF. Die SG OSF ist ein Zusammenschluss dreier Schöneberger Vereine in einer Spielgemeinschaft und nach Mitgliedern und Mannschaften der größte Handballverein der Hauptstadt. Breitensport mit Leistungsanspruch und Spaß. Die männliche A-Jugend spielt in der Oberliga Ostsee Spree mit Gegnern von Cottbus bis Rostock und ist nicht nur stattlich, sondern einfach eine klasse Truppe.

 

 

 

Das Zitat 1

                                                              Die 68er und die 19er

Wenn die 68er den Aufstand gegen die Naziväter wagten, eine Rebellion gegen die autoritären Strukturen der Nachkriegszeit, gegen den Muff und den Kleingeist der Wirtschaftswunderjahre und das alles auch ein Schrei war nach Freiheit und mehr Demokratie und mehr Sex, wer genau sind dann die 2019er? Woher kommen sie auf einmal – kamen sie überhaupt so überraschend, wie es vielen scheint? Und können sie dieses Land, vielleicht den ganzen Westen, verändern?
Manchmal ist es nur eine Erkenntnis, die alles in Gang bringt. Ein kleiner Satz, ein kurzer Fakt, eine kühne Prognose. In diesem Fall lautet dieser Satz: Entweder die CO2 -Emissionen sinken dramatisch bis 2030 oder die Welt wird nicht mehr zu retten sein.
Der Meeresspiegel steigt schon jetzt, Extremwetter werden häufiger, Landstriche werden nicht mehr bewohnbar sein, Hunderte Millionen Menschen können in den Jahrzehnten danach ihre Heimat verlieren und sich auf die Flucht begeben.
Es ist ein ziemlich steiler Satz, er beruht auf Modellrechnungen einer höchst komplexen Wissenschaft. Die Frage ist natürlich, wie absolut dieser Satz ist und was man aus ihm macht. Es könnte auch eine Frage sein, wie sehr man auf den Erfindungsreichtum der Menschheit baut und der Idee von Fortschritt vertraut. Aber wahrscheinlich ist es das Recht der Jugend, radikal zu sein und in Panik zu verfallen. In elf Jahren geht die Welt unter.
… Die 68er haben das Land neu erfunden, in dem wir heute leben, jedenfalls zum Teil. Ein aufgeklärtes, freies Land. Die Parteien veränderten sich, die Grünen wurden gegründet...
Die 19er sind womöglich genauso wirkungsmächtig, nur mit dem Unterschied, dass alles nun viel schneller geschieht.
Aber dass die Revolte, wie schon 1968, tatsächlich einen Zug ins Totalitäre bekommt, dafür sieht der Soziologe Nassehi keine Gefahr: Auch die 68er seien am Ende sozialdemokratisiert worden. „Die Bewegung wurde beamtet, dasselbe wird auch dieser Bewegung widerfahren.“ Sie zwingt die Gesellschaft nur dazu, die politischen Rahmenbedingungen zu verändern. „Die Gesellschaft braucht manchmal solche Anstöße.“
… Doch vielleicht ging es damals, 1968, und heute nur so: laut sein, damit sich etwas tut.
                                  

                                                    DER SPIEGEL 23 v. 1.6.2019,

Titelgeschichte "Kinder der Apokalypse"

 

                                  

                                                         Das Zitat 2

 

In Deutschland stört mich, dass die Menschen so steif sind. Ich glaube, das deutsche Volk hat tief innen eine große Angst vor dem Unbekannten, vor dem Neuen, vor der Veränderung. Deshalb fürchten sie auch die Ausländer. Weil sie für die Deutschen unbekannte Kulturen und Veränderungen verkörpern. Wenn die Ausländer zu viele werden, fühlen sich die Deutschen unsicher, weil sie mit der Situation nicht zurechtkommen. Anstatt zu erkennen, sie können etwas Neues lernen, ohne die eigene Identität zu verlieren, denken sie, sie müssen alles Fremde bekämpfen, um ihre eigene Existenz und Identität zu beschützen.
Diese Attitüde spürt man als Fremde sofort in Deutschland. Als Individuen sind die Deutschen sehr nette Menschen, ich habe viele Freunde unter ihnen gefunden. Aber in dem Moment, in dem sie glauben, dass das Fremde ihnen zu viel wird, werden sie aggressiv.

 

Israele Jones in „Wunde Wurzeln“, Lebensläufe, von Katalin Karcagi
MY FAVOURITE BOOK, Düssledorf (2001)

 

 

Ursula Eisenberg

 

ErGÖTZliches

Woran  andere sich ergötzen,
erfüllt mich eher mit Entsetzen:
Dieses Vernetzte, weltweit Gelenkte,
dieses zu graden Körpern Verrenkte,
all diese Displays, leuchtend und klar,
wer sie betrachtet, ist nicht mehr da…
All dies scheint sich von mir zu entfernen.
Muss das so sein? Ich könnte doch lernen!

Hör meine innere Stimme raunen:
„Wozu Entsetzen? Kannst du nicht staunen?“
Also staune ich vor mich hin,
bis ich so richtig fröhlich bin,
rede mir ein: „Das schaffe ich jetzt,
habe mich wie die andern erGÖTZt.“

 

 

Zum Weiterlesen

 

Der Kater und ich

Wir haben einen  Kater. Anders als beim Kater nach einem Zechgelage haben wir den dauernd. Meine Frau sagt jedem, der es wissen will, er sei uns zugelaufen. Aber das stimmt nicht. Mir ist er nicht zugelaufen.
Meine Frau mag ihn, unsere kleine Tochter auch. Ich jedoch ahnte:  mit ihm würde es Ärger geben. Und dann kam alles viel schlimmer... weiter

 

Der Pausensänger

Das Kabarett Distel am Berliner Bahnhof Friedrichstraße hat seit seiner Gründung vor 65 Jahren bis heute ein Problem – es hat ... weiter

 

Wasserstadt Berlin
Da kommt Besuch aus der Provinz und der will bespaßt werden. Für den Berliner ist das der blanke Stress. Da muss  ... weiter

   
Prenzlberger Salonkultur
Die Berliner Salonkultur ist nicht mit Rahel Varnhagen oder den Mendelssohns gestorben; sie hat sich  gehalten und wird intensiv mit den heutigen Mitteln fortgesetzt. Die Gastgeber ... weiter

 

Ein tödlicher Traum
Sein Leben war ein Desaster. Doch hatte er viel Zeit und die füllte er mit Träumereien. Ja, man kann sogar sagen, er hatte ein besonderes Talent zum Träumen und bald kam er darin zu großer Meisterschaft. Dann saß er... weiter

 

CHICAGO 1 MARATON
Über vierzigtausend rennen
über vierzig Kilometer,
und den Einen, den ich kenne,
seh ich ..weiter

 

Winter

Nicht die Kälte ist es, die einen im Winter zermürbt, sondern die Dunkelheit. Du wachst bei Nacht auf, obwohl es schon sieben Uhr morgens ist, dann.. weiter

 

Alter und Fortschritt
Klassentreffen in Kassel. Schon Wochen vorher denke ich an die Zugfahrt, bitte W., meinen PC-Berater, zu mir. Er kommt geradelt, loggt uns bei der Bundesbahn ein. Ich sitze...weiter

 

Aphorismen und Notate

Er nimmt sich die Freiheit, die Wahrheit wenigstens im Buch zu sagen. /

Wer nachdenkt, darf sich widersprechen, wer nicht nachdenkt, widerspricht .... weiter

 

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 BERLIN – gesehen und erlebt

 Bildband mit Texten

 Fotos: Beate Stübe, Eika Aue, Detlef Nickel, Thomas Lenz

 Texte: Eika Aue, Jürgen Mahrt, Dieter Lenz

 96 S. DIN A 5, Softcover, 19,80 €

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68 – Es gab nicht nur Demos

 

Ursula Eisenberg („68“ und der Sumpf einer Bildungsbürgerfamilie)

Sigi Hirsch (Meine Begegnung mit Günter Grass)

Dieter Lenz (Der Buchladen)

Marianne Müller-Brettel (Zimmersuche 1968)

Harald Schmid („Kannst du schreiben, Kumpel?“ oder

Wie man einen Arbeiterschriftsteller macht)

 und 10 Abbildungen

2. Auflage
116 S., 11,5 x 18 cm, Softcover, 9,80 €

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Siehe auch  Lesetheater  Das Boot im Garten

 

  2. Auflage!

 

Jeder Satz ein Treffer...

 

Wer laut denkt, lebt gefährlich

Aphorismen und Notate

von Harald Schmid

 

96 S. 11,5 x 18 cm, Softcover, 10,50 €

ISBN 978-3922299-45-5

 

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