Aktuelles

 

Die Technik ist den meisten heute vertrauter

als der persönliche Kontakt zum Nächsten.

Harald Schmid

 

Warnungen an mich selbst

Aphorismen

von Harald Schmid

92 S., 18 cm hoch, 12,5 cm breit, Softcover  10,20 €

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                                                        Das Zitat
In Deutschland stört mich, dass die Menschen so steif sind. Ich glaube, das deutsche Volk hat tief innen eine große Angst vor dem Unbekannten, vor dem Neuen, vor der Veränderung. Deshalb fürchten sie auch die Ausländer. Weil sie für die Deutschen unbekannte Kulturen und Veränderungen verkörpern. Wenn die Ausländer zu viele werden, fühlen sich die Deutschen unsicher, weil sie mit der Situation nicht zurechtkommen. Anstatt zu erkennen, sie können etwas Neues lernen, ohne die eigene Identität zu verlieren, denken sie, sie müssen alles Fremde bekämpfen, um ihre eigene Existenz und Identität zu beschützen.
Diese Attitüde spürt man als Fremde sofort in Deutschland. Als Individuen sind die Deutschen sehr nette Menschen, ich habe viele Freunde unter ihnen gefunden. Aber in dem Moment, in dem sie glauben, dass das Fremde ihnen zu viel wird, werden sie aggressiv.

 Israele Jones in „Wunde Wurzeln“, Lebensläufe, von Katalin Karcagi
MY FAVOURITE BOOK, Düssledorf (2001)

 

 

Ursula Eisenberg

 

Zoologisches

Fern, auf dämmrigem Böckler-Park-Rasen,
hüpft etwas Helles – gibt es hier Hasen?
Stehe und gucke, dann fällt mir ein:
Wird ein Albino-Kaninchen sein.
Ungewöhnlich, denn bisher hatten
wir nur Hunde, Vögel und Ratten,
einmal auch eine winzige Ziege…
Dies hier kann hopsen, tanzen, fast fliegen,
ist wohl einer Familie entsprungen,
kleinen Geschwistern, Mädchen und Jungen.
Nun gibt es große Kinder-Trauer.
Auch die Eltern sind zu bedauern…

Weiter regt sich im Rasen das Helle,
bleibt aber ungefähr auf der Stelle.

 

Ich beschließe, das Tierchen zu fangen,
leise, leise dorthin zu gelangen,
hänge danach einen Zettel aus:
„Weißes Kaninchen bei mir im Haus“
und aus Kinder-Weinen wird Lachen.
Schön, andern eine Freude zu machen!

Bin nun ganz nah... Du meine Güte!
Es ist eine Tüte.

 

 

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Der neue Mensch    Das ist des neuen Menschen Art:

Gelockt von Grenzgebieten
wühlt er sich tief, reckt er sich hoch.
Und zugedröhnt von Gegenwart
lässt er sich nichts verbieten,
kein „Aber“ gibt’s, kein „Weder/noch“.

Und ist mit Einem schon vertraut,
das ihn, so denkt er, bald befreit
von seiner alten Menschenhaut,
der Fessel der Empfindlichkeit:
Durch alle Formen will er gehn,
ein atomares Leichtgewicht,
er lässt sich digital erstehn,
und hört nicht, was die Erde spricht:
 
Zwar lebst du jetzt auf neue Art,
und sprengst die alten Mythen,
gräbst genentief, steigst sternenhoch,
mein Erbe bleibt dir nicht erspart,
du kannst es nicht verhüten:
Du bleibst vergänglich doch.

 

Mehr davon: Verse auf der Kachelwand

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 BERLIN – gesehen und erlebt

 Bildband mit Texten

 Fotos: Beate Stübe, Eika Aue, Detlef Nickel, Thomas Lenz

 Texte: Eika Aue, Jürgen Mahrt, Dieter Lenz

 96 S. DIN A 5, Softcover, 19,80 €

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68 – Es gab nicht nur Demos

 

Ursula Eisenberg („68“ und der Sumpf einer Bildungsbürgerfamilie)

Sigi Hirsch (Meine Begegnung mit Günter Grass)

Dieter Lenz (Der Buchladen)

Marianne Müller-Brettel (Zimmersuche 1968)

Harald Schmid („Kannst du schreiben, Kumpel?“ oder

Wie man einen Arbeiterschriftsteller macht)

 und 10 Abbildungen

2. Auflage
116 S., 11,5 x 18 cm, Softcover, 9,80 €

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Siehe auch  Lesetheater  Das Boot im Garten

 

  2. Auflage!

 

Jeder Satz ein Treffer...

 

Wer laut denkt, lebt gefährlich

Aphorismen und Notate

von Harald Schmid

 

96 S. 11,5 x 18 cm, Softcover, 10,50 €

ISBN 978-3922299-45-5

 

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