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Aktuelles

 

    Aus gegebenem Anlass

                                                                    
Geh leise durch dein Heimatland,
sie dürfen dich nicht sehn.
Du gehst mit einem Hand in Hand,
dem sie schon Stricke drehn.

Er hat die Augen ganz wie sie,
die Nase und den Mund,
und stößt er sich einmal das Knie,
so wird's wie ihres wund.

Ich seh da keinen Unterschied,
wir sind mit ihm verwandt.
Wenn einer etwas andres sieht,
hat er sich nicht erkannt

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„Deutschland über alles..“
Das klingt so liebevoll
und hat so etwas Dralles,
als wenn man's herzen soll.

Ich kann nicht miteinstimmen,
ich weiß auch schon warum.
Wo die Berauschten singen,
da bleib ich lieber stumm.

 

Es sind die neuen Helden
mit ihrem Wahngesang,
den schon die alten gröhlten
bis in den Untergang.
 

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Die Nacht ist eines Magiers Mantel,
mit Flitter dekoriert.
Der Mond ist eine süße Mandel,
die ins Vergessen führt.

Im Staub verfallner Särge
krümmt sich das kranke Land,
und unterm Aschenberge
glimmt noch ein Rest vom Brand.

Die Last von Traumgewichten
bricht auf den Tatenort.
Die Toten wolln berichten
von Hochmut, Hass und Mord.

Die Nacht ist ein Migrantenmantel,
der Saum ist rot vom Blut.
Zur Drohne sich der Mond verwandelt
und stürzt, als alles ruht.

 

 Aus Verse auf der Kachelwand / Deutsches

 

 

 

 

 

Harald Schmid

*22.10.1947     †20.1.2020

Als Schweißer arbeitete er an hartem Material: Eisen.

Das genügte ihm nicht.

Er begann an härterem Material zu arbeiten: an Wörtern.

Er wurde Aphoristiker.

Und es war mein bester Freund.

Servus, Harry!

Dieter Lenz

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Aus seinen letzten Aphorismen:

Reden die ewig Gestrigen von der Zukunft, reden sie von vorgestern.
Auch die ewig Gestrigen werden immer jünger.
Wer die Wahrheit schön geschrieben haben will, hat sich für die Lüge entschieden.
Je mehr Odrnung in einem Land herrscht, um so weniger hat das Volk zu lachen.

Zweimal Winter in Blankenfelde-Mahlow: links Dezember 2014, rechts Januar 2020

 

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Tausende versammelten sich im Oktober 2016, einem milden Herbsttag, vor der Parochialkirche in Berlin. Heute bekam die Stadt etwas zurück, was Jahrhunderte  ... weiter

 

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Wenn ein Genosse in der DDR in das Große Haus einbestellt wurde, bekam er meist kein gutes Gefühl. Denn hier war die politische Machtzentrale des Landes. Hier legte ... weiter

 

Aphorismen und Notate

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 VON DER GIER

Zwischen Dornen das schwarze Leuchten,
winzige Kugeln, pralldunkelgut,
Hände, die zerstochenen feuchten
sind schon rot und ... weiter

 

 

Warnungen an mich selbst

Aphorismen

 

von Harald Schmid

 

92 S., 18 cm hoch, 12,5 cm breit,

Softcover 10,20 €

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 2. Auflage

Jeder Satz ein Treffer...

Wer laut denkt, lebt gefährlich

Aphorismen und Notate

von Harald Schmid

 

 96 S. 11,5 x 18 cm, Softcover, 10,50 €

ISBN 978-3922299-45-5

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Aphorismen von A – Z

 

Harald Schmids Aphorismus-Lexikon

 

 

 

128 Seiten DIN A5, broschiert

16,80 €

 

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Harry Pegas Epigramme

 von  Harald Schmid

 

68 S., Softcover, 11,5 x 18 cm

9,80 €

 

 

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Mein Freund zieht in den Krieg

Von Dr. Marianne Müller-Brettel

Ein Streitgespräch über Kriege und die Schwierigkeit, sie abzuschaffen

mit einem Vorwort von Andreas Buro

2., aktualisierte und überarbeitete Auflage

140 Seiten, 11,5 x 18 cm, Softcover, 12,50 €

 

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Dieter Lenz

Die letzten Tage des Kommissars 

Erzählungen 

140 S. Softcover, 18 x 11,5 cm, 9,50 €

Ein Kommissar gerät in einen Mordfall, dahinter steckt ein Magiker. Oder ist es ein Genetiker? Oder gar der Teufel?
Ein Dorf schrumpft, weil ein Wissenschaftler mit Gott eine Rechnung hat.
Ein Mann erkämpft sich die Herrschaft über das Universum.
Eine Birke treibt einen Dramaturgen in den Wahnsinn.
Ein Mann, süchtig nach der virtuellen Welt, findet durch den Sex zurück in die Wirklichkeit.

     Zu bestellen im Onlineshop. Auch als eBook lieferbar

 

Die Stadt, ein Bauhelm und der Atomdoktor

Satirischer Roman

von Dieter Lenz

208 S., 12,5 x 18 cm, Softcover, 14,50 €

Eine geteilte Stadt wird nach dem Fall der trennenden Mauer wieder eins und wirbelt die Schicksale von Menschen durcheinander. So wird ein Pressefotograf  ungewollt zu einem Wunderheiler. Und der  Bau von drei Wolkenkratzern auf einer Brache namens "Poltauer Platz" bewegt die High Society..

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