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  Ich schreibe, aber ohne allzu große Erwartungen. Das ist   

  eher so eine Art Flaschenpost-Publizistik; ein paar Einfälle

  in Umlauf bringen, darum geht es. Wenn sie nützlich er-

  scheinen – wunderbar. Und wenn nicht – auch in Ordnung.

 

  Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an  

  der Uni Tübingen im Tagesspiegel v. 28.2.2025:

 


Blog

Foto: Inse John
Foto: Inse John

Dieter Lenz

Meine letzte 1.Mai-Demo und die Grupperitis

Do 04 Jun 2026

Es war in West-Berlin Anfang der 70er Jahre. Vom Aufstand der Studenten war nicht mehr viel da, aber es gab noch die 1. Mai-Demonstrationen und da wollte ich auch diesmal aus Solidarität mit den Arbeitern mitmarschieren.
Ich zog mir meinen leichten Regenmantel an, man konnte ja einem Wasserwerfer begegnen, und ging los. Und da standen sie auch schon, die Demonstranten, seltsamerweise in Gruppen aufgestellt.  Ich wollte mich einreihen. Stimmen ertönten: „Welche Gruppe? Welche Gruppe?“ Meinten die mich? Und was meinten die mit Gruppe?  Es war keine Reihe von Menschen, die da vor mir stand, es war eine Mauer. Ich ging zur nächsten Gruppe. Auch dort: „Welche Gruppe? Welche Gruppe?“ Zum Kuckuck. Ich will doch bloß demonstrieren.
Und das tat ich auch, aber neben ihnen mit etwas Abstand. Plötzlich, wie auf ein Signal hin, stürmten alle los, genauso plötzlich fielen sie nach kurzer Strecke wieder in den Schritt zurück. Das geschah mehrmals. Und ich immer mit, aber einen Schritt verspätet. Dann kamen die ersten misstrauischen Blicke. Sie brannten auf mir. Ich rückte etwas weiter ab. Die Blicke wurden böse. Ich vergrößerte den Abstand, die Blicke blieben aggressiv, also ein noch größerer Abstand. Am Ende befand ich mich auf dem Bürgersteig. Trotzdem demonstrierte ich weiter, das war mein gutes Recht. Doch als alle wieder lospreschten, stieß ich auf Gegenverkehr. Schließlich bog ich ab und verschwand in einer Nebenstraße. Und das war meine letzte, wirklich letzte 1.Mai-Demo.
Heute, viele Jahre später, weiß ich, was ich da erlebt habe: den Ausbruch einer Krankheit.  Es ist eine Pandemie. Gruppen überall. Es gibt die Rentner, die Jugendlichen, die Hausbesitzer, die Mieter, die Handwerker, die Radfahrer, die Autofahrer, die Unternehmer, die Arbeiter und so weiter. Ich nenne diese ansteckende Krankheit Grupperitis. Und wer glaubt, die Gruppen seien nur statistische Begriffe, dem muss ich widersprechen. Denn ein Hausbesitzer, ein Mieter, ein Autofahrer, ein Arbeiter und so weiter fühlt sich am wohlsten in seiner Gruppe. Er kuschelt sich hinein, glaubt sich geborgen, geschützt, gestärkt, ja, auch mächtiger. Und das hat Folgen: Streitigkeiten und Kämpfe mit anderen Gruppen, im schlimmsten Falle Kriege. Ist diese Grupperitis uns angeboren, wie die Soziologen meinen, oder ist sie eine Krankheit, ausgelöst durch ein Virus unseres Gesellschaftssystems? Im letzten Falle könnte man was dagegen tun.
Andernfalls, wenn wir Menschen schon in einer Gruppe leben müssen, wie wär es, wir kuschelten uns nur in eine einzige, nämlich in die Menschheit?
 

Die Grupperitis - eine Pandemie

Mi 27 Mai 2026


Es war in West-Berlin Anfang der 70er Jahre. Vom Aufstand der Studenten war nicht mehr viel da, aber es gab noch die 1. Mai-Demonstrationen und die wollte ich auch diesmal aus Solidarität mit den Arbeitern mitmarschieren.
Ich zog mir meinen leichten Regenmantel an, man konnte ja einem Wasserwerfer begegnen, und ging los. Und da standen sie auch schon, die Demonstranten, seltsamerweise in Gruppen aufgestellt.  Ich wollte mich einreihen,  das wurde mir verwehrt. Stimmen ertönten: „Welche Gruppe? Welche Gruppe?“ Meinten die mich? Und was meinten die mit Gruppe? Ich ging zur nächsten Gruppe. Auch dort: „Welche Gruppe? Welche Gruppe?“ Zum Kuckuck. Ich wollte doch nur mitlaufen..
Und das tat ich auch, aber neben ihnen mit einem Abstand von zwei Metern. Plötzlich, wie auf ein Kommando, stürmten sie vorwärts, als gäbe es da vorne kostenloses Bier, ebenso jäh stoppten sie wieder und  marschierten weiter. Das geschah mehrmals. Ich war irritiert. Wo war ich hier gelandet? Und dann kamen die ersten misstrauischen Blicke. Sie brannten auf mir. Ich rückte ein wenig mehr von der Gruppe ab. Die Blicke wurden böse. Ich vergrößerte den Abstand und nach einer Weile befand ich mich auf dem Bürgersteig. Trotzdem lief ich weiter mit, das war mein gutes Recht. Allerdings, als die Demonstranten wieder losrannten, stoppte mich auf dem Bürgersteig der Gegenverkehr. Genug. An einer Seitenstraße bog ich links ab und verschwand. Und das war meine letzte, wirklich letzte 1.Mai-Demo.
Heute, viele Jahre später,  weiß ich, was ich da erlebt habe: den Ausbruch einer Krankheit.  Es ist eine Pandemie. Gruppen überall. Es gibt die Rentner, die Jugendlichen, die Hausbesitzer, die Mieter, die Handwerker, die Radfahrer, die Autofahrer, die Unternehmer, die Arbeiter und so weiter. Ich nenne diese ansteckende Krankheit Grupperitis. Und wer glaubt, die Gruppen seien nur statistische Begriffe, dem muss ich widersprechen. Denn ein Hausbesitzer, ein Mieter, ein Autofahrer, ein Arbeiter und so weiter fühlt sich am wohlsten in seiner Gruppe. Er kuschelt sich hinein, glaubt sich geborgen, geschützt, gestärkt, ja, auch mächtiger. Und das hat Folgen: Streitigkeiten und Kämpfe mit anderen Gruppen, im schlimmsten Falle Kriege. Ist diese Grupperitis uns angeboren oder ist sie eine Krankheit, ausgelöst durch ein Virus unseres Gesellschaftssystems? Im letzten Falle könnte man was dagegen tun.
Andernfalls, wenn wir Menschen schon in einer Gruppe leben müssen, wie wär es, wir kuschelten uns nur in eine einzige, nämlich in die Menschheit?
 

Mensch, bleib Mensch!

Di 07 Apr 2026

Da sind sie, die Menschen. Überall gehen sie mit dem Smartphone unter der Nase. Auf der Suche nach dem nächsten Post, dem nächsten Video. 
Und klicken begeistert ein Herzchen darunter.
Es ist wie im Märchen mit dem Kaiser ohne Kleider. Alle beglückwünschen den Kaiser zu seinen Kleidern. Bis ein kleines Kind kommt und ruft: „Ätsch! Er ist ja nackt!“
Genau das könnte man denen zurufen, die gerade ein Herzchen unter einen Post machen: „Mensch! Das ist doch bloß ein Bild! Was du da siehst, das kannst du doch gar nicht anfassen!“
Was geht da eigentlich vor? Das dauernde Starren aufs Smartphone. Das alles muss doch einen Sinn haben? Schließlich kostet es die Menschen ihre Zeit und ihre Kraft. Was bekommen sie dafür?
Eine Illusion. Und das mögen sie wohl, so sehr sogar, dass sie es riskieren, gegen einen Laternenpfahl zu laufen. 
Aber warum? Abgesehen von möglichen Unfällen, sind ihre Körper doch viel besser entwickelt als ein Smartphone. Sie haben Sensoren, die jeder Technik überlegen sind: die Sinne. Ein Mensch kann riechen,  fühlen, er kann schmecken, hören und sehen!
„Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, vom goldnen Überfluss der Welt!“ schrieb Gottfried Keller in seinem Abendlied.
Wie schön. Aber was, wenn es der Abend der Menschheit ist? 
Überall ist es zu sehen, der Mensch verwandelt sich.
Und wie beim Klimawandel, beginnt auch dieser schleichend. Eines Tages sind wir nur noch Bits und Bytes.
Für unseren Körper mit all seinen Sinnen brauchte es eine Entwicklung von zigtausend Jahren.
So ein Produkt gibt man doch nicht einfach auf.
Mensch, bleib Mensch!

Der Brandstifter

So 22 Mär 2026


Dies ist der Auszug eines Textes unter dem Titel „Begegnung mit einem Brandstifter“ von Horst Krüger in seinem Buch „Deutsche Augenblicke“, erschienen 1969 bei R. Piper & Co.

Max Frisch hat es gezeigt, wie beide ineinander spielen. Wie der Biedermann die Brandstifter ins Haus lässt, sie duldet, ihnen verfällt und ihnen schließlich die Streichhölzer reicht. Aber dann fragt man sich wieder: Ist das nicht Literatur; Gleichnis, Metapher der Vergangenheit, also Geschichte? Heute ist alles ganz anders als 1933. Geschichte wiederholt sich nicht.
Wohl wahr, will ich meinen – bis man dann eines Tages dem Brandstifter gegenüber steht. Ich erschrak. ... Ich will nicht leugnen, dass ich einen Augenblick auch fasziniert war. Nun sieh dir das an. Das gibt es tatsächlich. Das lebt in Deutschland. Das läuft rum und verbreitet sich: ein richtiger kleiner Brandstifter, ein Zeitgenosse.
Bemerkenswert war sein Kopf. Man sah sofort, da kommt nichts durch, durch diese Schädelwände dringst du nicht. Da ist schon alles eingespeichert. Das Gesicht spiegelte Angestrengtsein, Beschränktheit und höchste Erregung zugleich. Das Bestürzende aber war seine Gesinnung. Im Grund wollte er mit seinen historischen Ausführungen nur auf eine unwiderlegbare Weise Deutschland Ehre, Größe und Unantastbarkeit freilegen. Er war auf eine gusseiserne Weise national. Er liebte sein Vaterland unbedingt. Er war nur ein kleiner Mann, aber wie er dieses stramme, stählerne Korsett der deutschen Nation um sich trug, das machte ihn deutliche größer. Es gab ihm Halt und Rückgrat.
,,, merkwürdig, dass so etwas bei uns immer wieder neu gezeugt, geboren und großgezogen wird. Das zwängt sich durch alle Maschen der Demokratie. Diese schreckliche Verkorkstheit des kleinen Mittelstands, der seine soziale Ohnmacht verinnerlicht hat und nun als nationalen Schweiß wieder von sich gibt. Schiefe Mittellage, die sich, anstatt sich unten zu stützen, immer nach oben drängt. Kleinhandel, durch Warenhäuser bedroht – wie viele soziale Ängste werden hier eigentlich verinnerlicht und zugehängt mit den Fahnen der Nation? Warum zitterte der Mann so nach dem unbefleckten, reinen Vaterland? Warum konnte er Schuld nicht annehmen und trotzdem ein guter Deutscher sein? Er strengte sich richtig an, die Nation hochzuhalten. Er hatte so eine schwitzende Bemühtheit für die Ideale. Er war so verkrampft und verbissen in diese gute Sache. In seinem bleichen und überanstrengten Gesicht zuckte so viel richtungslose Aggressivität, bereit, sich auf alles zu stürzen.
Das gibt es jetzt also wieder bei uns. Das gruppiert und formiert sich und drängt jetzt nach oben. Will nur Sauberkeit, Ordnung und Ehre: das Gute.
Das zwängt sich jetzt durch alle Maschen der Demokratie, will sie niederreißen.
Damit müsst ihr rechnen.

Ich zuerst!

Di 17 Mär 2026

 

 

 

 

Der Wettkampf war einfach, sein Motto lautete: „Ich zuerst!“. Das trieb die Menschen zu immer größeren Leistungen an, denn nur der Erste bekam den Gewinn.

 

Die Zweiten, Dritten, Vierten usw.. bekamen höchstens mal einen Trostpreis, sie waren die Verlierer. Sie „Verlierer“ zu nennen, das war taktlos, man nannte sie „die Abgehängten“. Aber auch das war Schönfärberei. Denn es waren Abgekämpfte, Menschen, die ihre ganze Kraft bei dem Wettkampf verloren hatten. Was merkwürdig war: die Sieger dagegen strotzten vor Kraft. Hatten die mit Tricks gearbeitet? Womöglich hatten die gar nicht so richtig kämpfen müssen?

 

Die Abgekämpften wurden wütend und schrien: „Wir zuerst!“ Sonderbarerweise richtete sich ihre Wut nicht gegen die Sieger, sondern gegen Menschen, die erschöpft in ihr Land kamen: gegen Flüchtlinge.

 

Aber der Sieg über die Flüchtlinge brachte den Abgekämpften keinen Gewinn. Man fand bald den Grund: „Die anderen Völker nutzen uns aus!“ Und so hieß es jetzt: „Unser Volk zuerst!“

 

Unter den Völkern entstand ein Wettkampf, er wurde immer heftiger und dann.. Naja, es war wieder mal Krieg.

 

Danach kratzten sich die Menschen am Kopf. „Leute, wir müssen jetzt zusammenhalten, es geht um den Aufbau..“

 

Und das tat man. Die Wirtschaft blühte, immer schneller drehten sich die Räder und immer schneller rannten die Menschen. Wieder gab es wenige Sieger und viele Verlierer. Und schließlich schrie man: „Ich zuerst!“ Und dann..

 

Sagen Sie mal, ging das so immer so weiter gehn?

 

Nein, keineswegs. Der Planet Erde hatte genug davon und schüttelte die Menschen von sich wie lästige Insekten.

 

 

 

 

Der Mensch, der Mist und der große Alchimist

Do 01 Jan 2026

Was ist der Mensch? Er stolpert durch die Geschichte, es ist ein Grausen, ihm zuzusehen.

Ich fürchte, dass unser Erfinder, wenn er uns betrachtet, das Wort „Mist“ ausstößt.

Andererseits: Wenn die Natur Mist sieht, reibt sie sich die Hände. Denn daraus bastelt sie wunderbare Sachen. Zum Beispiel Blumen. Und was gibt es Schöneres als Blumen? Von einem Fußballspiel einmal abgesehen.

Genau genommen kann die Natur ohne Mist gar nicht existieren.

Und so besteht die Hoffnung, dass aus uns doch noch etwas Gutes wird.

Ob das unser Erzeuger weiß? Ich fürchte, irgendwann könnte er von uns die Nase voll haben und dann...

Da erhebt sich ein Stimmchen. „Halt!“ ruft es aus seiner Hand. (Nebenbei, das bin ich, und man kann sich denken, wie aufgeregt ich bin. Ich wollte schon immer die Menschheit retten.) Also schreie ich: „Nein, Großer Alchimist! Nicht doch! Nicht wegschmeißen! Aus uns wird noch was! Vielleicht sind wir schon morgen Gold in deinen Händen!“

Naja, das ist kein gutes Beispiel, es stammt aus dem Mittelalter, als die Alchimisten aus allem Möglichen Gold machen wollten und jämmerlich scheiterten.

Nein, am besten erzähle ich ihm von meinem schwedischen Freund Gunnar.

Es war zu Mittsommer, da blieb er mitten auf der Landstraße vor einem Kuhfladen stehen. Er betrachtete ihn ausführlich. Auch ich beäugte ihn. Der Fladen war getrocknet, fast knusprig. Mit etwas Fantasie hätte man ihn für ein Gebäck halten können. Jedenfalls bugsierte ihn der alte Schwede mit seinen Clogs vorsichtig zum Straßenrand und schubste ihn auf den Acker.

„Ist doch zu schade“, murmelte er und setzte seinen Weg fort.

 

Die Immer-reicher-werden-Sucht

Do 18 Dez 2025

 

 

Während meiner Sommerferien in Schweden sah ich, wie ein Bauer um meine Hütte lief und eifrig gelbe Stäbe in den Waldboden steckte. Ich fragte ihn, was das solle. Er murmelte, ohne mich anzusehen, er wolle in seinem Wald Bäume fällen und stecke mein Grundstück ab. Und das kenne er gut, es gehörte ja einmal ihm.

Ich erkundigte mich beim Nachbarn. Es stimme, erfuhr ich, dem Bauer gehöre der ganze Wald, mein Grundstück war früher ein Teil davon. Übrigens sei der Bauer der reichste der Gegend und für seinen Geiz bekannt.

Misstrauisch geworden ging ich die Grenzen meines Grundstücks ab, von Grundstein zu Grundstein. Acht gelbe Stäbe standen 1-2 Meter tief auf meinem Grundstück. So hätte der Bauer 15 Fichten aus meinem Wald fällen können. 

Der Bauer war ein Småländer, deren Geschäftstüchtigkeit ist berühmt. Und so konnte ich über diese Geschichte lachen.

Heute kann ich das nicht mehr. Die Reichen werden immer reicher, die Kluft zwischen Reich und Arm wächst. Und das seit Jahrtausenden. Trotz aller Revolutionen und Religionen in der Menschheitsgeschichte. Es scheint, es gibt etwas im Menschen, das nicht zu ändern ist. Eine Art Gier nach Reichtum, und wen sie einmal gepackt hat, der ist nicht mehr zu zügeln. Wie bei einer Sucht. Da hilft nur eins, was wir schon bei anderen Süchten tun, beim Alkohol, bei Drogen, im Straßenverkehr. Grenzen setzen! Im Falle der Immer-reicher-werden-Sucht mit einer Steuer. Mit jeder neuen Million steigt sie und die höchste Steuer zahlt der Milliardär.

Das klappt nie, die mit ihrem Reichtum werden das verhindern, hör ich da.. Gut. Dann eben auf die Straße gehen, aber anders als bisher. Den Zorn nicht gegen Flüchtlinge richten, sondern gegen jene, deren Superreichtum andere Menschen in Armut hält und sie so zu Flüchtlingen macht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland und die erste Strophe des Deutschlandliedes

Do 11 Dez 2025



Mit 21 packte ich meinen kleinen Tuchkoffer und fuhr nach Schweden.Ich verließ ein Land, dessen politische Enge bedrückend war, dessen Moral doppelbödig und wo den Kindern Gehorsam eingebläut wurde. Es war ein Land mit tiefen Spuren der Nazizeit.
Seit über 50 Jahren lebe ich wieder in Deutschland und bin glücklich.
Und alles Glück hat damals begonnen.
Ich erlebte den schwedischen Wald so wie ich einmal den Frankenwald erlebt hatte, ich lernte ein offenes freies Denken kennen, wie ich es in meiner Heimat nicht gefunden hatte, und als ich zurück kehrte, zerrissen die Studenten die letzten Fesseln der Adenauerzeit. Es begann, was der deutsche Lyriker Arno Reinfrank das Neue Deutschland nannte.
Auf den ersten Blick nur Kleinigkeiten: Auf einmal gab es neben den Kneipen die ersten Pizzerias, und man fuhr in den Ferien nach Italien, man hörte die Chansons der Franzosen und neben Beethovens Schicksalssymphonie ertönte bald der Beat der Jugend. Man las Pasternaks Roman Doktor Schiwago, war gerührt bei Udo Jürgens Lied vom griechischen Wein und, Donnerwetter auch! es durfte, in der Öffentlichkeit geküsst werden.
Es war, als hätte mein Zuhause seine Fenster geöffnet, die Sonne kam herein und die Luft hatte den Duft allen Lebens. Ich begann mein Land zu lieben.
Und jetzt geht es zurück in die Vergangenheit? Kein anders Denkender darf mehr herein, keine andere Lebensart soll gestattet sein? Was ist das für ein Land? Eine geschlossene Gesellschaft?
Nein, das ist Deutschland nicht, das kann Deutschland nicht mehr sein. Denn Deutschland ist Teil der ganzen Welt und alle, die eine Pizza essen, griechischen Wein trinken und irgendwo in der Ferne am Strand liegen, genießen das.
Und dann denk ich an Tucholsky und Heinrich Heine und ich will nicht mehr, dass jemand an Deutschland leidet oder gar durch Deutschland leiden muss.
Und dann denke ich, wenn Freiligrath heute leben würde, er würde die erste Strophe seines Deutschlandliedes anders schreiben und zwar so:
Deutschland, Deutschland, das ist alles,
was mich froh macht auf der Welt.
Und wenn jemand das singen würde, ich würde sofort mitsingen


Das Sturmgewehr und sein Produzent

Mi 08 Okt 2025

„Können Sie in die Zukunft sehen?
„Na, das kann keiner. Ich beschäftige mich lieber mit der Gegenwart.“
„Und da läuft alles bestens für Sie, hab ich gehört.“
„Ja, ich kann nicht klagen. Die Welt wird ja immer unsicherer. Da  muss man sich schützen können.“ 
„Ach ja, richtig. Sie produzieren Waffen.“
„G 36 K, ein Sturmgewehr. 780 Schuss in der Minute.“
„Sind stolz darauf, was?“
„Na klar. Gibt kein besseres. Es gib noch andere im Ausland. Aber meines ist das beste.“
„Kann es sein, dass eines Tages jemand mit Ihrem Gewehr auf einen schießt, der irgendwo anders auch so ein Gewehr baut?“
„Natürlich. Das wäre im Krieg. Im Krieg ist alles möglich.“
„Es muss nicht mal Krieg sein. Es gibt auch Terroristen, Amokläufern, Gangster..“
„Die gibt es, leider.“
„Und wie es heißt, benutzen die am liebsten Sturmgewehre. Könnte es sein, dass so ein Gewehr auch mal auf Sie gerichtet ist?“
„Sagen Sie mal.. Was soll das?“
„Damit will ich sagen, Sie können sehr wohl in die Zukunft sehen. Zum Beispiel sehen Sie die Zukunft Ihres Sturmwehres, ja, Sie sehen sogar die Zukunft aller Gewehre. Und es kann gut sein, dass Sie damit auch Ihre Zukunft sehen.“

Die ungerechte Rentenerhöhung

Do 10 Jul 2025

Es ist wieder so weit: Es gab eine Rentenanpassung zum 1.7. durch eine Rentenerhöhung von 3,74 %.
Rentenanpassung, das heißt eine Anpassung an die allgemeinen Lohnentwicklung des letzten Jahres.
Ich wünschte, es gäbe eine andere Anpassung. Eine Anpassung der Rentenerhöhung an alle Rentenbezieher, die so gerecht ist, dass sie die Rentenempfänger nicht immer heftiger und immer schneller in reich und arm spaltet..
Nehmen wir mal ein Beispiel, wie es jetzt ist.. Bei 3,74 % Erhöhung hat der Bezieher einer 2000-Euro-Rente 74,80 Euro mehr in der Brieftasche., bei einer 600-Euro-Rente sind es 22,44 Euro, gerade gut für die Geldbörse.
Ist das gerecht? Abgesehen davon, dass die Bezieher einer hohen Rente in ihrem Arbeitsleben auch das größere Einkommen hatten als die Bezieher einen kleinen Rente (wie es dazu kam, darüber müsste man mal nachdenken), so erhalten die Bezieher einer hohen Rente bei jeder Rentenerhöhung auch noch mehr Geld als die mit der kleineren Rente. Bis zu ihrem Lebensende werden die einen knausern müssen, während sich die anderen Jahr für Jahr mehr leisten können.
Denn bei einer prozentualen Rentenerhöhung vergrößert sich der Abstand zwischen Groß- und Kleinrente und das beschleunigt sich mit jeder Erhöhung, da ja auch die vorherige Rentenerhöhung in die Berechnung einbezogen wird: der bekannte Zinseszins-Effekt. Die Schere zwischen Arm und Reich unter den Rentnern weitet sich so immer schneller.
Kommt hinzu, dass die mit der hohen Rente meist länger leben als die mit der niedrigen Rente. Sie können sich eben einen besseren Wohnort und eine gesündere Lebensweise leisten. Auch darüber sollte man mal nachdenken.
Ich halte das alles für äußerst  ungerecht. Ich denke, gerecht wäre es, die Rentenerhöhung zu gleichen Teilen auf alle Rentner zu verteilen. Ob Bezieher einer großen oder kleinen Rente, jeder bekommt dieselbe Summe. Die Unterschiede beim Rentenbeginn zwischen hoher und kleiner Rente bleiben bestehen, können aber nicht mehr mit jeder Erhöhung wachsen.
Ja, richtig, Bezieher einen hohen Rente haben während ihrer Arbeitszeit mehr eingezahlt als die mit der kleinen Rente. Das eingezahlte Geld war ein Kapital, das verzinst wurde. Aber jetzt, bei der Rentenerhöhung: welches Kapital wird da eigentlich verzinst? Die Erhöhung basiert allein auf der allgemeinen Lohnentwicklung des vorherigen Jahres. Und darum sollte sie zu gleichen Teilen alle Rentenempfänger bekommen.
Es ist Zeit, die prozentuale Rentenerhöhung abzuschaffen und nach einer gerechten Lösung zu suchen.

Der Brandstifter

Mi 25 Jun 2025


Max Frisch hat es gezeigt, wie beide ineinander spielen. Wie der Biedermann die Brandstifter ins Haus lässt, sie duldet, ihnen verfällt und ihnen schließlich die Streichhölzer reicht. Aber dann fragt man sich wieder: Ist das nicht Literatur; Gleichnis, Metapher der Vergangenheit, also Geschichte? Heute ist alles ganz anders als 1933. Geschichte wiederholt sich nicht.
Wohl wahr, will ich meinen – bis man dann eines Tages dem Brandstifter gegenüber steht. Ich erschrak. Ich erschrak nicht darüber, dass er plötzlich da war, sondern dass er auf so grässliche Weise meinen Alpträumen entsprach. Der Mann hier  aber war aus Fleisch und Blut – und das war das Fatale. Ich will nicht leugnen, dass ich einen Augenblick auch fasziniert war. Nun sieh dir das an. Das gibt es tatsächlich. Das lebt in Deutschland. Das läuft rum und verbreitet sich: ein richtiger kleiner Brandstifter, ein Zeitgenosse.
Bemerkenswert war sein Kopf. Man sah sofort, da kommt nichts durch, durch diese Schädelwände dringst du nicht. Da ist schon alles eingespeichert. Das Gesicht spiegelte Angestrengtsein, Beschränktheit und höchste Erregung zugleich. Das Bestürzende aber war seine Gesinnung. Im Grund wollte er mit seinen historischen Ausführungen nur auf eine unwiderlegbare Weise Deutschland Ehre, Größe und Unantastbarkeit freilegen. Er war auf eine gusseiserne Weise national. Er liebte sein Vaterland unbedingt. Er war nur ein kleiner Mann, aber wie er dieses stramme, stählerne Korsett der deutschen Nation um sich trug, das machte ihn deutliche größer. Es gab ihm Halt und Rückgrat.
Phantom der zwanziger Jahre. Femegericht und Freikorpstyp - merkwürdig, dass so etwas bei uns immer wieder neu gezeugt, geboren und großgezogen wird. Das zwängt sich durch alle Maschen der Demokratie. Diese schreckliche Verkorkstheit des kleinen Mittelstands, der seine soziale Ohnmacht verinnerlicht hat und nun als nationalen Schweiß wieder von sich gibt. Schiefe Mittellage, die sich, anstatt sich unten zu stützen, immer nach oben drängt. Kleinhandel, durch Warenhäuser bedroht – wie viele soziale Ängste werden hier eigentlich verinnerlicht und zugehängt mit den Fahnen der Nation? Warum zitterte der Mann so nach dem unbefleckten, reinen Vaterland? Warum konnte er Schuld nicht annehmen und trotzdem ein guter Deutscher sein? Er strengte sich richtig an, die Nation hochzuhalten. Er hatte so eine schwitzende Bemühtheit für die Ideale. Er war so verkrampft und verbissen in diese gute Sache. In seinem bleichen und überanstrengten Gesicht zuckte so viel richtungslose Aggressivität, bereit, sich auf alles zu stürzen.
Das gibt es jetzt also wieder bei uns. Das gruppiert und formiert sich und drängt jetzt nach oben. Will nur Sauberkeit, Ordnung und Ehre: das Gute.
Das zwängt sich jetzt durch alle Maschen der Demokratie, will sie niederreißen.
Damit müsst ihr rechnen.

Dies ist der Auszug eines Textes unter dem Titel „Begegnung mit einem Brandstifter“ von Horst Krüger in seinem Buch „Deutsche Augenblicke“, erschienen 1969 bei R. Piper & Co.

Was uns die Meisen sagen

Do 20 Feb 2025

 

Am Terrassendach hängen zwei Meisenkugeln, und ich beobachte, wie die großen Meisen die kleinen nicht ans Futter lassen. Sie spreizen ihre Flügel und die Meisen, die gerade zur Landung ansetzen wollen, drehen ab zu einer Zwischenlandung auf den Zweigen des nahen Busches. Sie warten, bis eine Kugel frei ist, dann fliegen sie los, aber, hol's der Kuckuck, sitzt doch dort schon wieder eine dicke Meise.

Genug, es reicht. Ich scheuche die großen Meisen weg. Es genügt eine Bewegung am Fenster, schon sausen sie davon. Jetzt kommen die kleinen angeflogen. Zwei, drei krallen sich an jede Kugel und und picken drauf los. Der bedrohliche Schatten am Fenster stört sie nicht, ich kann ihnen sogar aufmunternd zunicken.

Entweder sagen sie sich, wir müssen jetzt reinhaun, egal wie gefährlich die Situation ist, wir kommen ja sonst nicht dran. Oder sie sagen: Hej, das ist bloß der alte Kerl, der steht auf unsrer Seite.

So einen alten Kerl bräuchte auch unsere Zivilisation, denke ich. Die Reichen sitzen an dien Geldquellen und lassen die Armen nicht ran..

Da es die Regierungen nun mal nicht schaffen, was bleibt dann noch? Vielleicht Gott? Ja, aber weiß man, ob er am Fenster steht und uns beobachtet?

Also keine Hoffnung... Moment. Wie wär's mit der sozialdemokratischen Partei?

Na klar! Aber... verzeihen Sie, gibt es die denn noch?

 

 

Willy, steh auf!

Di 11 Feb 2025

Ja, es sind schlimme Zeiten.
Gerade jetzt brauchen wir Redner, die uns aufmuntern, die uns den Weg in die Zukunft zeigen. Mitreißende Redner, leidenschaftliche, begeisternde Redner, deren Worte die Herzen höher schlagen und die Augen leuchten lassen   – und nicht weiter ins Tal der Tränen führen.
Einmal gab es in Deutschland einen solchen Redner.   
Hier ein Auszug aus einer seiner Reden.
  „Für J.F. Kennedy und seinen Bruder Robert gab es ein Schlüsselwort, in dem sich ihre politische Leidenschaft sammelte (...). Dieses Wort heißt ‚Compassion‘: Die Übersetzung ist nicht einfach ‚Mitleid‘, sondern die richtige Übersetzung ist die Bereitschaft mitzuleiden, die Fähigkeit, barmherzig zu sein, ein Herz für den anderen zu haben. Liebe Freunde, ich sage es Ihnen und ich sage es den Bürgerinnen und Bürgern unseres Volkes, habt doch den Mut zu dieser Art Mitleid! Habt den Mut zur Barmherzigkeit! Habt den Mut zum Nächsten! Besinnt euch auf diese so oft verschütteten Werte! Findet zu euch selbst!“
Jetzt raten Sie mal, wer das gesagt hat. Ja, Willy Brandt war das auf dem SPD-Parteitag 1972. Politiker der CDU/CSU und der FDP reden über Flüchtlinge und Migranten in unserem Land, als seien sie der Untergang Deutschlands. Wobei die FDP die sozial Schwachen gleich dazu packt.
Eine Partei, die schon lange Untergangsstimmung verbreitet, freut sich darüber. Was die anderen Parteien fordern, hat sie ja schon immer gefordert. Und so findet sie immer größere Zustimmung und Zulauf. Sie ist sich sicher: ihre große Zeit wird kommen. Sie braucht nur abzuwarten.
Doch Hatten wir nicht schon mal eine große Zeit?
Hierzu ein Schlusswort von Willy Brandt:
"Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben."
Ach, Willy... Steh auf!

Mein Kampf für die Freiheit

Mo 10 Feb 2025

Es gibt wohl kaum Größeres als die Freiheit. Und für die muss man kämpfen, wo sie bedroht ist. Und darum bin ich jetzt Mitglied einer Partei, die, wie ihr Name schon sagt, für die Freiheit eintritt.
Manche sagen, diese Partei ist gut zu den Reichen. Na und? Was hat das mit der Freiheit zu tun? Ja, früher, da waren die Reichen Könige und Herzöge, sie gönnten dem kleinen Mann nicht die kleinste Freiheit, weil sie die ganze Freiheit alleine haben wollten. Solche Egoisten waren das.  
Das kann man von den Reichen heute wirklich nicht sagen. Im Gegenteil, sie kämpfen für die Freiheit.  Ich kenne keinen Menschen, der für höhere Steuern ist. Gott sei Dank haben wir die Reichen. Die kämpfen gegen eine Steuererhöhung! Die würden ihr letztes Hemd hergeben, um das zu verhindern, so freiheitsliebend sind sie.
Oder höhere KFZ-Steuern für große Autos! Wollen Sie  vor einem Kauf das Auto erst  mal  mit dem Zollstock messen müssen? Na bitte. Auch dagegen kämpfen die Reichen.
Und dann die Geschwindigkeitsbegrenzung. Das ist vielleicht eine Dummheit! Da muss man ja ständig auf das Tacho sehen! Was das für Unfälle gibt!  
Aber Gott sei Dank gibt es ja die Freiheitspartei. Und jetzt sag ich Ihnen, warum ich dieser Partei beigetreten bin. Seite Jahren wird von mir verlangt, vor dem Betreten der Wohnung die Schuhe auszuziehen.  Das ist nicht nur Freiheitsberaubung, das ist auch unvernünftig.  Meine Schuhe kennen mich schon so,lange, die wissen im voraus, wohin ich gehen will,  und das ist für mich eine große Erleichterung. Neue Schuhe brauchen Jahre, um das zu lernen.  Und diese Schuhe soll ich vor dem Betreten einer Wohnung von mir werfen.! Dafür gibt man mir Pantoffeln . Wie soll ein Mensch darin   gehen können?  Jedenfalls nicht in dem Tempo, wie ich es gewöhnt bin.  Man kann darin nur schleichen. und das ist geradeso, als dürfe ein  Porschefahrer auf der Autobahn nur noch 50 fahren.
Wie kann man da noch von freier Mobilität reden? Was im Großen gilt, das muss auch im Kleinen gelten! Ob Porschefahrer oder Schuhträger,  vor dem Gesetz sind alle gleich. Ich werde daher bei nächsten Parteiversammlung den Antrag stellen, die Freiheit der Schuhträger ins Parteiprogramm aufzunehmen.   

Die Ordnung und ich

So 05 Jan 2025


Ich freue mich, wenn jemand beim Betreten meines Zimmers  ausruft: „Himmel, was für eine Unordnung.“
Darauf habe ich  nur gewartet.
„Einen Moment!“ sage ich und nehme den Bücherstapel vom Bett, das mir tagsüber als Sofa dient. „Bitte nehmen Sie Platz. Ich möchte Sie etwas fragen. Würden Sie das, was Sie gerade sagten, auch bei einem Blick auf das Durcheinander am nächtlichen Sternenhimmel sagen? Nein, das würden Sie nicht. Sie würden es bestaunen und bewundern. Denn Sie wüssten, da herrscht eine geniale Ordnung, selbst wenn wir Menschen  diese noch nicht verstehen. Bitte, betrachten Sie jetzt mein Zimmer. Was sehen Sie? Geben Sie es zu:  Auch hier herrscht eine für Sie unverständliche, aber nicht weniger geniale Ordnung, und bitte, rühren Sie nichts an, sonst könnten Sie womöglich einen Faden ergreifen und ein Universum aufrippeln und das Zimmer, ich und Sie würden verschwinden.“
Das blasse Gesicht meines Zuhörers, das jetzt zu sehen ist, hat einen einfachen Grund. Ihn traf der Blitz einer neuen Erkenntnis. Ja, jetzt weiß er, was eine wahre Ordnung ist. Sie dient der Erschaffung einer eigenen Welt, und diese ist notwendig, um darin leben zu können.
Ähnliches habe ich zigmal meiner Frau gesagt und das schließlich mit Erfolg. Jedenfalls sagt sie kein Wort mehr, wenn sie durch mein Zimmer muss. Dabei hält sie sich  die Hand vor die Augen, dafür bin ich dankbar. So kann sie nichts berühren und aufräumen schon gar nicht.
Ja, es ist wahr, auch sie hat ihre Ordnung. Ob genial, das lasse ich dahin gestellt,  ich respektiere sie. Trotzdem passiert es bisweilen, dass ich wie aus fernen Sphären ihr Stimme höre: „Du hast deine Brille liegen gelassen!“
Wo, will ich wissen., aber ich bekomme keine Auskunft, auch beim nächsten Mal nicht.. Ich bin mir sicher, Gott ist gnädiger, sollten wir Menschen auf unserer Reise durchs Universum mal etwas Lebensnotwendiges versehentlich liegen lassen.
Ich jedenfalls muss meine Brille in der ganzen Wohnung suchen. Der  Sinn sei, sagt sie, mir das Liegenlassen von Dingen abzugewöhnen.  
So verschwende ich meine Zeit mit dem Suchen und jeder wird begreifen, dass ich schon aus wachsendem Groll nicht bereit bin, mich erziehen zu lassen.
Wo ist meine Brille jetzt? Ach, auf meiner Stirn. Sehen Sie. Bei mir brauch ich überhaupt nicht zu suchen.







Die Vögel und der Kerl am Fenster

Mo 02 Dez 2024

Im kahlen Fliederbaum hängen drei Meisenknödel, ich stehe am Fenster und beobachte, wie große Vögel auf die Knödel einpicken. Es sind Eichelhäher, Elstern, manchmal ist ein Buntspecht dabei. Kleinere Vögel, meist Meisen, die auch ans Futter wollen, biegen vor den Knödeln ab und machen einen Zwischenstopp auf Zweigen des nahen Busches. Mit laufenden Motoren warten sie. Ist ein  Knödel frei, steigen sie sofort auf, aber, hol's der Kuckuck, sitzt doch dort schon wieder ein dicker Vogel.
Es heißt, die Reichen werden immer reicher. Ich weiß jetzt, warum.
Ich hab eine Schwäche für die Schwachen und darum scheuche ich die großen Vögel weg. Ein Klopfzeichen von mir, schon flattern sie davon. Jetzt kommen die Meisen angeflogen. An jedem Knödel krallen sich zwei, drei von ihnen fest und picken drauf los. Der Schatten am Fenster stört sie nicht, ich nicke ihnen aufmunternd zu.
Vermutlich sagen sie sich, hauen wir schnell rein, egal wie gefährlich die Situation ist, wir kommen ja sonst nicht dran. Oder sie haben alles genau beobachtet und denken: Hej, der Kerl da am Fenster, nur keine Angst, der steht auf unsrer Seite.
Ich meine, so einen Kerl bräuchte auch unsere Gesellschaft,.
Aber nein, nicht doch! Um Himmels willen keinen Diktator oder Führer.
Was bleibt dann noch? Gott? Ja, gut. Aber weiß man, ob er gerade am Fenster steht und zuschaut?
Und wenn ja,  vielleicht rührt er keinen Finger, denn in seiner göttlichen Weisheit denkt er: Wann endlich kapieren die Kleinen und Schwachen, dass sie in der Mehrzahl sind?
Also keine Hoffnung? Moment. Wie wär's mit einer sozialdemokratischen Partei?
Na klar! Aber... verzeihen Sie.. Gibt es noch so eine?

Sex, natürlich in Schweden

Fr 29 Nov 2024

Sex, natürlich in Schweden

Ich war 22 und als Praktikant bei einer schwedischen Familie mit zwei Pflegejungen im Alter von 13 Jahren
Ein befreundetes Ehepaar war zum Kaffee eingeladen. Die Frau war sehr hübsch, ihr Mann trug einen Maßanzug und hieß Jarl.
Ich saß mit den beiden Jungen am Tischende, als der Junge an meiner rechten Seite  plötzlich mitten in das  Gespräch der Erwachsenen hineinrief: „Jarl, kann ich deine Frau bumsen?“
Der Mann warf ihm einen kurzen Blick zu und sagte „Da musst du sie schon selber fragen.“
Sich mit der Hand ins Haar greifend, lachte der Junge auf und schwieg. Die Frau lächelte vor sich hin. Das Gespräch wurde fortgesetzt. Ich war rot geworden, und es brauchte lange, bis sich meine Ohren und mein Gesicht abgekühlt hatten.        
Viele Jahre später besaß ich eine Ferienhütte in Schweden, und als ich einmal für längere Zeit dort wohnte, sah ich gern das schwedische Fernsehen, besonders eine Jugendsendung. Jedes Mal wurde ein Teenager mit einem besonderen Hobby vorgestellt. Am Schluss fragte ihn der junge Moderator nach dessen Idol, anschließend fuhr man den Teeanager sofort zu einem spontanen Besuch bei seinem Idol. Die Zeit bis zum Eintreffen wurde mit anderen Themen gefüllt. Eines behandelte die Sexualität.
Dabei zeigte der Moderator Penisse in verschiedenen Stellungen und meinte, dass es nicht nur verschiedene Größen gäbe, auch in den Formen gäbe es Unterschiede, was aber völlig unwichtig sei: entscheidend sei die Zärtlichkeit zwischen Mann und Frau. In der nächsten Sendung zeigte er Frauenbrüste, auch hier die unterschiedlichsten Formen. Die Kamera schwenkte zu einem Fotografen, der ein barbusiges Mädchen für ein Titelbild brauchte. Um dessen Brustwarzen aufzurichten, wurde das Mädchen mit kaltem Wasser bespritzt. Worauf der Moderator sagte: Spitze Brustwarzen müssen also nicht immer Erregung zeigen, dein Mädchen - so schloss er spöttisch - könnte auch bloß frieren.
Was mich vor allem beeindruckte, war die Natürlichkeit, diese lockere Selbstverständlichkeit, mit dem der junge Moderator redete.
Und wieder einmal beneidete ich das Land Schweden und diesmal nicht wegen seiner Natur, sondern wegen seiner freien Gesellschaft.
                                                                       


Der Wutbürger

Sa 16 Nov 2024
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Wenn heute einer schimpft, ist er ein Wutbürger, so steht’s in den Medien, so hört man's im Rundfunk. Zwar ist es meistens nur Zorn. Aber Journalisten haben keine Zeit für Unterschiede. Und zweitens: Das Wort muss knallen. Dann wird man gelesen und gehört.  Eigentlich sind es dann Wut-Journalisten. Aber das würden sie sich verbitten. Sie würden sagen, wir übertreiben ein bisschen, und das muss sein wegen der Zeitungsauflage oder der Zuschauerquote beim Fernsehen. Wütend sind sie eigentlich nicht. Sie sind sogar zartfühlend: Niemals schreiben sie „Wutbürgerin“.
Jedenfalls, das Wort ist nun einmal da und mittlerweile möchte jeder ein Wutbürger sein.
Ohne Wut geht man nicht mehr aus dem Haus. Man will schließlich respektiert werden. Das Wort Wutbürger als Titel ist fast schon so gut wie ein akademischer Titel. Sollte man auf seine Visitenkarte drucken lassen.
Selbst die Dinge könnten bald mit dem Wort "Wut" versehen werden, um sich neue Käuferschichten zu erschließen. Z.B. Wut-Ei (zum Werfen auf Redner), Wut-Handschuhe (Boxhandschuhe), Wut-Bier (um sich für eine Demonstration fit zu machen) und so weiter.
Heute Morgen startete hier ein Auto mit einem Höllenlärm und ich hörte, wie es schrie: „Ich bin ein Wut-Auto!“
„Bist du nicht, du Rindvieh“, schrie ich zurück. „Du hast bloß einen idiotischen Fahrer!“
Na bitte, auch ich kann ein Wutbürger sein.
Ja doch. Einmal war ich sogar richtig wütend.  Der verdammte  Nagel ging partout nicht in die Wand, da schmiss ich den Hammer gegen die Wand. Er prallte ab und mir auf den Fuß.
Ich meine,  ein Wutbürger ist mehr besoffen als wütend.  Er sollte einfach mal einen Nagel in eine Mauer schlagen. Und keine Schuhe tragen. Das beruhigt. Wirklich.

Wie man das deutsche Volk glücklich machen kann

Do 07 Nov 2024

 Mein schwedischer Freund Gunnar war viel gereist, und so kannte er auch Deutschland.. Er war überzeugt, unsere Sprache sei ein Grund für die ständige schlechte Stimmung in unserem Land.
„Wir Schweden dagegen sind ein glückliches Volk“, sagte er und hatte auch gleich Vorschläge, wie auch wir es werden können.
„Erstens“, sagte er, „müsst ihr in Deutschland das Siezen abschaffen. Wenn ihr euch alle duzt, wie wir in Schweden, dann gibt's kein Oben und kein Unten, dann geht auch das Zusammenleben leichter, wirst du sehen. Und such nicht im Lexikon nach dem schwedischen Wort für „fressen“, das gibt es nicht. Wir haben nur ein Wort für „essen“, nämlich „äta“, und das gilt für Mensch und Tier. “
Jetzt aber protestierte ich: „Hast du schon mal Tiere mit Gabel und Messer essen sehen? Also bitte!“
„Jaso“, sagte er, „ich dachte, wir essen hauptsächlich mit Mund und Zähnen. Mensch und Tier sind nämlich Verwandte. Wer das weiß, freut sich über Tiere.“
Und dann fragte er mit einem schrägen Seitenblick: „Ihr sagt doch „das“ Mädchen, nicht wahr? Kommen die Mädchen bei euch tatsächlich geschlechtslos zur Welt? Bei uns sind die Mädchen vom ersten Augenblick an garantiert weiblich, darum nennen wir ein Mädchen „flicka“, das ist die weibliche Form. Haben eure Mädchens vielleicht einen Defekt? Und wie wird der geheilt?“
„Unfug“, knurrte ich, „sie brauchen zur zu heiraten, dann sind sie Frauen.“
„Jaso“, sagte er. „Eine Zauberei wie im Märchen, toll. Und was passiert mit den Jungs beim Heiraten? Männlich sind sie ja schon. In was verwandeln die sich bei einer Heirat?“
Darauf wusste ich keine Antwort.
Das Gespräch fand vor vielen Jahren statt. Noch immer gelten wir Deutsche als ein Volk der Unzufriedenen und Nörgler. Wahrscheinlich hat mein Freund Recht. Aber wer hört schon auf einen, der mit einer Tomatenpflanze spricht, wenn sie kränkelt?

Der Feigling

Sa 24 Aug 2024

Es ist Krieg, ja. Und alle sind gegen den Krieg. Dagegen kann man nichts tun, heißt es. So, als wäre das Schicksal. Oder ein Unglück, das die Menschen trifft. Das  wundert mich. Denn was sie da Krieg nennen, hat doch mit dem Menschen zu tun. Ohne Menschen gäb es den nicht. Stimmt’s? Ich rede dummes Zeug, entschuldigen Sie. Aber es beschäftigt mich. Ja doch. Ich will erst einmal den Menschen verstehen, bevor ich den Krieg versteh.
Eigentlich ist immer Krieg, schon seit es die Menschen gibt, in jeder Minute, und egal, wo er gerade ist. Darüber sollte der Mensch mal nachdenken.
Ist es nicht auffallend, wie die Tiere fliehen, sobald ein Mensch kommt? Ja, so klug sind sie. Denn so gefährlich ist der Mensch für sie. Manchmal möchte auch ich mich verdrücken. Da kommt ein Mensch auf mich zu und ich bin wie ein Tier, das fliehen will, ganz instinktiv, aber ich darf es nicht. Der Mensch erwartet sogar, dass ich mich freue. Warum sollte ich mich freuen bei einem Wesen, vor dem Tiere Angst haben? Ja, ich bin ein Mensch. Aber genau genommen, kann mir das auch passieren, was den Tieren passiert. Ein Mensch verletzt mich oder tötet mich. Und dann lieg ich da tot ganz wie ein totes Tier.
Die Leute sagen, ich soll mich nicht so klein mache, dann passiert mir auch nichts. Haben Sie doch mal Selbstbewusstsein, heißt es.Was meinen die mit Selbstbewusstsein? Sich gegen andere durchsetzen? Vielleicht mit Waffengewalt? Das tu ich nicht, das kann ich nicht. Ich bin ein Feigling, ich geb's zu.
Ja, das sind meine Gedanken. Und damit steh ich allein.. Aber wissen Sie was? Wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich eine kleine Linde. Sie hat dünne, helle Blätter. Vielleicht sind es tausend. Oder mehr. Jedenfalls bewegen sich alle Blätter, es ist nämlich ein Wind. Aber da ist immer eins, das bewegt sich nicht. Ich sehe jetzt immer nur zu diesem Blatt Das könnte ich stundenlang ansehen. Sie wissen gar nicht, wie gut das mir tut.

Das Gedicht ist ein Ereignis wie ein schießender Stern oder der Schrei aus dem eigenen Mund, an dem wir in der Nacht erwachen.

Germanist Peter von Matt, Zitat aus Tagesspiegel v. 24.4.2025

Ich schreibe, aber ohne allzu große Erwartungen. Das ist eher so eine Art Flaschenpost-Publizistik; ein paar Einfälle in Umlauf bringen, darum geht es. Wenn sie nützlich erscheinen – wunderbar. Und wenn nicht – auch in Ordnung.

Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Uni Tübingen im Tagesspiegel v. 28.2.2025:

Antisemitismus ist ein Zustand geistiger Beschränktheit.

Walter Köhler in „Der Chefredakteur Theodorf Wolff“,

Droste Verlag GmbH, Düsseldorf, 1978


Dieter Lenz

Erzählungen

Kurzgeschichten

Schwedisches

Kachelwandverse

Lesetheater

YouTupe     Instagram     trommeln im elfenbeinturm 

1) Heute wird gemördert 2) Liebe, Geld und noch mehr Mörderisches

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Arno Reinfrank

1934 - 2001

Für ein neues Deutschland /

Deutschlandlieder zum Leierkasten

 

   Ein Trommelwirbel für Arno Reinfranks Gedichte:

   „Für ein neues Deutschland“ im Radio Podcast

   Trommeln im Elfenbeinturm   von  Klaus Jürgen Schmidt,

 

Jürgen Mahrt

 8.7.1941–25.11.2023

Mein neues altes Berlin

Politik-Anekdoten aus DDR-Zeiten

Aus Jürgens Tierwelt

 

Harald Schmid Aphoristiker

Harald Schmid

1947 - 2020

Harald Schmids Aphorismenseite / Kannst du schreiben Kumpel? / Sein Leben und Schaffen

 

Der Nachruf im Berliner Tagesspiegel  ist online zu lesen: Nachruf Harald Schmid            

Sigi Hirsch

1945 - 2019

Sigis Kabarett

Siehe auch:

Der APO-Buchladen /

Meine Begegnung mit Günter Grass

Autorin im Stadthaus-Verlag.de

Eika Aue

Berlin-Journal 1 

Berlin-Journal 2

Astrid Manz

Astrids Schweden-tagebuch

Autorin im Stadthaus-Verlag.de

Ursula Eisenberg

Auf den Reim gebracht

Kreuzweisheit: Zwischen Großstadt und Dorf

Niklas Fest

Gemüseboote und Laternenlicht

Dr. Marianne

Müller-Brettel

Mein Freund zieht

in den Krieg /

Igelskommentar

 

Thomas Lenz

Berliner Augenblicke / Thomas' Augenblicke nah und fern

Klaus Jürgen Schmidt

Die Früchte des Zorn

 

 

In diesem Thriller sind reale und virtuelle  Zusammenhänge von Politik und Ökono-mie auf drei Kontinenten in  der fiktiven Geschichte von  Menschen verwoben, die der Verkettung weit auseinander liegender Kulturen und Geschichtsperio-den auf die Spur zu kommen  versuchen.  Einige der Protagonisten müssen sich dabei dem  mentalen Konflikt zwischen  Signalen aus alter und  neuer Zeit stellen, den Trommelzeichen aus  afrikanischer Geister-welt und den digitalen Chiffren globaler Computer- Kommunikation.

 

Trommeln im Elfenbeinturm       (Foto: Der Autor liest)

 


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      • Mittsommer in Schweden
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      • Der Singel
      • Date mit Rotwein
      • Wie man sich zum Clown macht
      • Hundeliebe
      • Im Sommergras
      • Der Abschied
      • Der Brief
      • Früher Morgen
      • Die Scheidung
      • Die Morgenkomödie
      • Abschied mit Scherzen
      • Träumt ein Mann von einer Frau
      • Wie man sich von Qual befreit
      • Ein Verliebter klagt
      • Der Abschiedskuss
    • Zukunft
      • Der junge Reimer
      • Der alte Reimer
      • Mensch im Größenwahn
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      • Sommerferien und mein Po
      • Nächtlicher Besuch
      • Überraschender Besuch in der Ferienhütte
      • Der kleine Hund und das Reh
      • Einsamkeit gibt es nicht
    • Querbeet
      • Das Sterne-Windspiel
      • Was bist du?
      • Ein Leben
      • Der Lebenskünstler
      • Väter und Söhne
      • Hört die Signale!
      • Die Reichen und die Schönen
      • Schwedische Nacht
      • Der träumende Mensch
      • Zur Geburt eines Kindes
      • Das Lied der Ukraine
      • Nero und der Philosoph
      • Der Autor
      • Herbst
      • November
      • Im Regen
      • Warten
      • Ein Schluchzer noch
      • Wozu das alles
      • Der Mensch in seinem Widerspruch
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      • Nächtliches Wunder
      • Früher Morgen
      • Evas Abschiedrede
      • Die Kerze
      • Der Schneeball
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      • Frühling
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      • Das Pilzgericht
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      • Der alte Apfelbaum
      • Der Maibaum
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      • Den Archefrauen gewidmet
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      • An einen großen Theaterdichter
      • Krieg
      • Appell an die UNO
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      • Gespräch mit einem Baum
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      • Im Lampenlicht
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      • Die Reisebekanntschaft
      • Die Zeit und ich
      • Die Giraffe
      • Der Stinkerpreis
      • Der Hustekuchen
      • Der Schneeball
      • Die Medizin
      • Nachts und allein
      • Meine Rede an meinem Grab
      • Du bist nicht allein.
      • Das letzte Rätsel
      • Wir
      • Auguste Rodins "Der Denker"
      • Weisheit
      • Das Leben
      • Das Leben spricht
    • Verse zum Singen
      • Berliner Jammer
      • Frieda D.
      • Nur weiter so im Massentanz
      • Ach, Berlin...
      • Schon ist die Welt voll Trallalla
      • Frieda D.
      • Mein Schatz, du bist ein Hacker.
      • Der Geschäftemacher
      • Leute von heute
      • O du schreckliche...
      • Kinderlied
  • Eine kleine Blindheit (Gedichte. Dieter Lenz)
  • Worte zur Unzeit (Dieter Lenz)
  • Auf den Reim gebracht (Ursula Eisenberg)
    • Corona-Gedichte (Ursula Eisenberg)
  • Kreuzweisheit - zwischen Großstadt und Dorf (Ursula Eisenberg)
  • Gemüseboote und Laternenlicht (Niklas Fest)
  • Erzählungen (Dieter Lenz)
    • Der Auftrag (Der Kampf mit einem Troll)
    • Wer hat geschossen?
    • Der Mann und die Birke
    • Die Frau im Wald
    • Taufe auf Schwedisch
    • Anders und das Militär
    • Der Trollbuddha
    • Kärleken
    • Das Geheimnis der Wikinger (Eine Erzählung für Kinder von 5-10)
  • Kurzgeschichten (Dieter Lenz)
    • 8 Tiergeschichten
      • Mein Kampf mit dem Kater
      • Der Hund, der Nofretete war
      • Der Eisbär und ich
      • Am Anfang war ein Elch.
      • Die Kreuzspinne
      • Meine Frau und die Maus
      • Was uns die Meisen sagen
      • Die Meise und die unsichtbare Wand
      • Der Unfall
    • 33 Nachrichten aus der Zukunft
      • Die KI und ein großes Erschrecken
      • Mein letztes Gespräch mit der KI
      • Die Rückkehr der Astronauten
      • Hans im Glück und sein Avatar
      • Verifizieren Sie sich als Mensch!
      • Eine Identitätskrise in ferner Zukunft
      • Als er ihren Traum betrat
      • Ein Mensch entdeckt seine Hand
      • Der große Kaufrausch
      • Der Unsterbliche erinnert sich
      • Als er vorübergehend seinen Körper zurück bekam
      • Die neue Dreierbeziehung
      • Gestern ging die Welt unter.
      • Das Roboter-Desaster
      • Das Attentat
      • Sex im Jahr 2200
      • Aus meinen Sommerferien 2042
      • Die Humanoiden
      • Für immer jung
      • Das neue Gehirnimplantat
      • 2068 liest ein Mann einen alten Liebesroman
      • Eine Kleopatra nach Wunsh
      • Roboter oder Mensch
      • Sex im Jahr 2209
      • Gehirnleben
      • Ich, mein Körper, mein Gehirn
      • Ein Spaziergang im Jahr 2092
      • Cyperlife statt langweiligem Leben
      • Der Mensch, grenzenlos
      • Nach einem Besuch im Bio-Reservat
      • Die Alteweltvernichtung-AG
    • In Memoriam APO 68 in West-Berlin
    • Das Paradies und die Intelligenzbestie
    • Das Lächeln und die Zeit der Unschuld
    • Der Mensch, der Mist und der große Alchimist
    • Mäusejagd im Zoo
    • Eine Sommernacht in Berlin-Neukölln
    • Der Frauenhasser
    • Das Gespenst und ich
    • Der Trendsetter
    • Das weinende Gesicht
    • Das Rufen
    • Das Gesicht seiner Frau
    • Die richtige Liebe
    • Wie ein Deutscher sich erst schämte und dann glücklich wurde
    • Mit der Mode gehen
    • Der Meister und das Paradies
    • Die Birke und der Wind. Eine Performance in 3 Akten.
    • Der Fußballfan und der Russe
    • Der Volksmund nannte sie liebevoll "KI"
    • Die Schattenmalerin
    • Die Außerirdischen kommen!
    • Die Ordnung, meine Frau und ich
    • Wie ein Naturschützer mit Winterdienst im Sommer bestraft wurde
    • Vernarrt in eine Birke
    • Mein Gespräch mit dem Boss des Universums
    • Das Ende des Diktators
    • Der Mann und die Fußgängerampel
    • Eine unheimliche Geschichte
    • Die Drohnenmücke
    • Ich lasse mich patentieren
    • Von einem Mann, der "gegendert" wurde
    • Mein Geld arbeitet nicht mehr.
    • Wovon geht der Mensch aus?
    • Vom König, der an Märchen glaubte
    • Der Querdenker
    • Die Nacht ist gar keine Nacht
    • Opa und die Bäume
    • Der Junge und das Ei
    • Das Glückshufeisen
    • Ich als Astrologe
    • Die Wettbrüder
    • Beim Arzt
    • He too
    • Missing Berlin
    • Ein Sommerabend in Neukölln
    • Die Fliege an der Wand
    • Die Uhr
    • Die gelbe Armbinde
    • Der Tanz auf dem Friedhof
    • Der Mann und sein Schatten
    • Der Heilige ohne Fuß
    • Der betrogene Mann
  • Schwedisches (Dieter Lenz)
    • 26 Geschichten mit Gunnar
      • Zum Ort
      • 1 Zur Person
      • 2 Gunnars Erzählungen
      • 3 Gunnar und die Liste
      • 4 Gunnar macht Politik
      • 5 Gottes Ebenbild
      • 6 Der Mann ohne Zeit
      • 7 Nacktbaden im See
      • 8 Gunnar und der fromme Junge
      • 9 Gunnar und die Linde
      • 10 Gunnar und meine Geschichte vom Singsang der schwedischen Sprache
      • 11 Das Vogelhäuschen und der Birkensaft
      • 12 Gunnars Kampf mit dem Drachen
      • 13 Mittsommer
      • 14 Das kaputte Telefon
      • 15 Gunnar und die Dänengräber
      • 16 High Noon am Straßenrand
      • 17 Gunnar und die deutsche Sprache
      • 18 Gunnar und der Krieg
      • 19 Gunnar erzählt seinen Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte
      • 20 Die zwei letzten Kommunisten
      • 21 Der veraltete Mensch
      • 22 Gunnar und das Lächeln
      • 23 Der fremde Freund
      • 24 Gunnar in der Klinik
      • 25 Der Terrorist
      • 26 Gunnar und die Einbrecherbande
    • Die Odensjö-Saga
    • Die Saga der Odin-Quelle
    • Das Lied eines neuen Lebens
    • Der Zauber des Nordens
    • Vom Waldbad zur Waldtaufe
    • In Schweden ist immer Sommer.
    • Eine märchenhafte Radtour in Småland
    • Das kaputte Telefon in der Ferienhütte
    • Das Jahr der Birke, eine Bühnenshow
    • Die Stille in der Nacht
    • Der Torfbrand
    • Die Waldmänner
    • Ein Elchjäger muss aufgeben.
    • Der Klavierspieler, der Dirigent werden wolte
    • Der Stadtcowboy mit seinem Pferd im Wald
    • Die Wettbrüder
    • Am Anfang war ein Elch.
    • Panzer in Småland
    • Das Geheimnis der Wikinger (Eine Erzählung für Kinder von 5-10)
    • Opa und die Bäume
    • Das Ende eines Sommers
    • Aus meinem schwedischen Tagebuch
    • Der Trollbuddha
    • Verliebt in eine Birke
    • Anders und die verschwundene Straße
    • Wie ein Hufeisen glücklich machte
    • Das 11. Gebot und die weiße Lüge
    • Ferien in Schweden (Småland)
    • Buddhas auf Küchenstühlen
    • Aus Schwedens Kampf mit dem Alkohol
    • Die Frau im Wald
    • Kärleken
    • Der Ahornbaum
    • Taufe auf Schwedisch
    • Der kleine Junge und das Ei
    • Die Weihnachtswiese
    • Als mich die Schweden mit ihrem "Tack" fast erschossen hätten
    • Schwedisches Allerlei
    • Feriengedichte
  • Astrids Schwedentagebuch
    • Astrids Schwedentagebuch (2012-2013)
    • Astrids Schwedentagebuch (2015)
    • Astrids Schwedentagebuch (1.1.2016-16.7.2016)
    • Astrids Schwedentagebuch (2014)
  • Augenblicke nah und fern (Thomas Lenz)
  • Berliner Augenblicke (Thomas Lenz)
  • Krimi-Spiel im Hotel: Die Früchte des Zorn (Klaus Jürgen Schmidt)
  • Das Lesetheater (Dieter Lenz)
    • Heute wird gemördert. (Krimikomödie)
    • Liebe, Geld und noch mehr Mörderisches (Krimikomödie)
    • Ein gut bezahltes Sterben (Satire)
    • Das Boot im Garten (Das Ende einer 68er Familie)
    • Berlin, nun freue dich! (Berlin im Baufieber der Wendezeit)
    • Der Friseursalon (Wende und Wandel nach dem Mauerfall) Komödie
    • Sonja und ihr Roboter (Liebe und Roboter)
    • Nie wieder Köpenick!
    • Der Rheinländer kommt! (Ein Ostberliner kämpft mit einem Rheinländer um sein Haus)
    • Mensch bleibt Mensch (Nach der Wende in einem Dorf nahe Berlin)
    • Das Geburtstagsgeschenk (An seinem 50. Geburtstag gerät der Jubilar in eine Krise)
    • Der Traumsohn (Ein Schwank für Kinder)
    • Drei Heiratspaare und ein großer Schwindel (Berliner Posse)
    • Der Außerirdische, die Vernunft und das Bier (Sketch)
    • Hannes erkärt Manne ein Fremdwort.
  • Der gelbe Stern (Dieter Lenz)
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