Von Liebe spricht man zwar noch immer,
doch hat das Smartphone sie ersetzt.
Man lebt ganz gut allein im Zimmer,
man ist ja mit der Welt vernetzt.
Der Abend kommt und streut dir Asche,
was einst ein leuchtend Feuer war.
Ich sag blasiert, dass ich dich nasche,
und hab im Mund verbranntes Haar.
Und jedes Ding ruft geil und lüstern:
nimm mich, kauf mich, du musst!
Die Liebe freilich kann nur flüstern,
doch weiß sie alles von der Lust.
Die Seligkeit ist feingeschmiedet
an mein und dein Geschlecht.
Hier wird gerungen und befriedet,
hier ist das Leben echt.
Nur weil du wolltest, dass ich schreibe
von unsrer Liebe, schrieb ich dies.
Geschrieben steht's auf meinem Leibe.
Mit deinen Lippen, Liebste, lies.