Aktuelles

 

Die Seifenblase und der Fänger

 

 

Wenn Bildung wenigstens vor Dummheit schützen würde!

  Harald Schmid

 AusAphorismen von A - Z

Im Online-Shop

 

 

     Die Fanatiker

 

Ihr Hass auf jede Farbigkeit

ist ihnen süßer Zwang

und ihres Glaubens Seligkeit

hält sie im Gleichschrittgang.

 

Und weil sie sonst so einsam sind,

sind sie erbarmungslos.

Mit Blut, das schwarz gerinnt,

maln sie das Schwarze groß.

 

Doch selbst im finstersten Geschehn

tagt schon das Weltgericht:

Das Dunkel wird vergehn,

ganz sanft berührt vom Licht.

 

 

 

Die Bemühten

  

Das ist des neuen Menschen Art:

Zur Jagd nach Grenzgebieten

stürzt er sich tief, schießt er sich hoch.

Für ihn zählt nur die Gegenwart

und cool lässt er verbieten

das „Aber“ und das „Weder/noch“.

 

Zwar hüllt ihn noch die Menschenhaut

mit ihrem Durst nach Zärtlichkeit.

Drum liebt er, bis der Morgen graut,

doch ist ihm das verlorne Zeit.

 

Will schneller als sein Schatten gehn

und wird sich selber zum Gewicht.

Er lässt sich digital erstehn

und hört nicht, was die Erde spricht:

 

Ihr lebt zwar jetzt auf neue Art,

doch bleibt ihr die Bemühten.

Und stürzt ihr tief und steigt ihr hoch:

Mein Erbe bleibt euch nicht erspart,

ihr könnt es nicht verhüten.

Ihr bleibt vergänglich doch.

 

   

         Aus: Mein Schatz, das haut dich um

                   Verse auf der Kachelwand

                             Dieter Lenz

            3.Auflage

Das Kleine Buch Bd. 1, 7,50

Im Online-Shop

                

 

 Kleinstadt-Advent

 

 Leuchten und Blinken, außen und innen,

Fenstergardinen aus künstlichem Tann.

Sonnenglanz auf synthetischem Schnee,

im Bio-Laden Beruhigungstee.

 

 Rote Mützen. Der Weihnachtsmann

 hat schon im Kaufhaus die Stiefel gefüllt.

 In den Adventskalendern: statt Bild

 Firmen-Logos. Viel zu gewinnen,

 zum Beispiel Bücher. Ganz ohne Geld.

 (Werden dann in den Marktstand gestellt.)

 

 Das ist das Gute an diesen Türen:

 Du kannst gewinnen. Niemals verlieren.

 (Könnte ein Kindergeburtstag sein.)

 

 Jeden Morgen wieder das Hoffen:

 Ist so ein Papp-Klapp-Fensterchen offen,

 blinzelt da ein Gewinner-Schein?

 

Hoffnung macht uns ein bisschen jünger.

 Weihnachten wird so zum Jugend-Bringer.

 Am Vierundzwanzigsten bin ich ganz klein,

  und... will immer artig sein.

 

 

 Aus: Ich sag's im Guten

von Ursula Eisenberg

Zeitverse

2. Auflage

Das Kleine Buch Bd. 2, 7,50 €

Im Online-Shop

 

Das aktuelle Buch

 

Mein Freund zieht in den Krieg

Ein Streitgespräch über Kriege und die Schwierigkeit, sie abzuschaffen

 

Von Marianne Müller-Brettel

Mit einem Vorwort von Andreas Buro

 

108 S. 18,0 cm x 11,5 cm,

Softcover 11,90 Euro

ISBN 978-3-922299-40-0

 

 (Zu bestellen auf der Shop-Seite)

 

 

 Veranstaltungen

 

 Aus dem Veranstaltungskalender des Literaturforums

 im Brecht-Haus

 

Eintritt, wenn nicht anders angegeben, 5,-/3,- €
KEIN KARTENVORVERKAUF
Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.
Literaturforum im Brecht-Haus,Träger: Gesellschaft für Sinn und Form e.V.
Chausseestr.125 | 10115 Berlin
Fon: 030 - 28 22 003, Fax: 030 - 28 23 417

E-Mail: info@lfbrecht.de

 

Di. 06.12.2016 / 20:00 Uhr / Buchvorstellung und Gespräch

>Erzählte Zeit<

Eva Weissweiler „Luise Straus-Ernst – das dramatische Leben der ersten Frau von Max Ernst“

Annett Gröschner im Gespräch mit der Biografin

 

Luise Straus-Ernst war die erste Frau des surrealistischen Malers Max Ernst und eine der ersten Kunsthistorikerinnen ihrer Generation. Als solche hat sie sich sehr um die Verbreitung seines Œuvres und der Dada-Bewegung verdient gemacht. Früh von ihrem Mann getrennt, zog sie den gemeinsamen Sohn alleine groß und wurde zu einer anerkannten Kunstkritikerin. 1933 ging sie ins Pariser Exil und arbeitete als Journalistin. Die Ausreise nach Amerika misslang, Luise Straus-Ernst wurde 1944 mit einem der letzten Deportationszüge nach Auschwitz gebracht und dort ermordet.  Es dauerte über ein halbes Jahrhundert, ehe sie und ihr Werk wiederentdeckt wurden.

 

 

Mi. 07.12.2016 / 20:00 Uhr / Buchvorstellung und Gespräch

Barbara Hahn „Endlose Nacht – Träume im Jahrhundert der Gewalt

Moderation: Erdmut Wizisla

 

Das 20. war ein Jahrhundert des Traums. Zahllose Traumaufzeichnungen sind überliefert, zu finden in Tagebüchern und Briefen, in Romanen und Gedichten und ebenso in Büchern, die ganz aus Träumen komponiert wurden. Verfasst wurden sie von Anna Achmatowa, Walter Benjamin, Graham Greene, Primo Levi, Heiner Müller, Georges Perec und vielen anderen. Barbara Hahn zeigt, wie sich die Unheilsgeschichte des 20. Jahrhunderts in diesen Traumaufzeichnungen niederschlägt und oft auch vorweggenommen wird.

 

 

Do. 08.12.2016 / 20:00 Uhr / Buchvorstellung und Gespräch

Jürgen Gottschlich „Türkei. Erdogans Griff nach der Alleinherrschaft“

Moderation: Ingo Arend

 

Demokratur, Diktatur oder gar Faschismus? Nach dem gescheiterten Staatsstreich in der Türkei stellt sich die Frage nach der Zukunft von Demokratie und Freiheit in dem Land am Bosporus immer dringlicher. Zehntausende Menschen wurden verhaftet, ihr Besitz konfisziert, Schriftsteller, Intellektuelle und Journalisten wurden inhaftiert. Das neue Buch von Jürgen Gottschlich, Türkei-Korrespondent der Berliner „taz“, ist mehr als ein „politischer Länderbericht“. Kenntnisreich zeichnet er nach, wie sich ein Mann aus einfachen Verhältnissen ein ganzes Land untertan machen konnte.  

 

 

Mo. 12.12.2016 / 20:00 Uhr / Gespräch

>Begegnungen mit Christa Wolf<

Gespräch über Christa Wolf: Braun/ Lance

Mit Volker Braun und Alain Lance

Moderation: Therese Hörnigk

 

In der Gesprächsreihe „Begegnungen mit Christa Wolf“ treffen sich Persönlichkeiten und reflektieren die Werke Christa Wolfs und die Beziehung zu ihr aus ganz persönlicher Sicht. Alain Lance ist ein französischer Schriftsteller und Übersetzer, der selbst dichtet und Werke Volker Brauns und Christa Wolfs ins Französische übertrug. Volker Braun, Schriftsteller, leitete 2006–2010 an der Akademie der Künste Berlin die Sektion Literatur. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Christa Wolf Gesellschaft. Moderiert wird der Abend von Therese Hörnigk, Vorstandsvorsitzende der Christa Wolf Gesellschaft e.V..

 



Di. 13.12.2016 / 20:00 Uhr / Lesung und Gespräch

Andreas Baum „Wir waren die neue Zeit“

Moderation: Erhard Schütz

 

Andreas Baum (Jg. 1967) ist Kulturredakteur beim Deutschlandradio und zuvor reichlich in der (Medien-)Welt herumgekommen. Sein erster Roman führt in die Umbruchzeit nach 1989 und einige Figuren am Rosenthaler Platz als Hausbesetzer zusammen. Lebhaft und plastisch, alltagsnah und reflektiert, schildert sein Erzähler Sebastian Brandt eine Narrenarche, in der verschiedenen Charaktere mit den Realitäten zwischen Pädophilie und Spitzelei, Besitzansprüchen und Straßenkrawallen zusammentreffen, daran (er)wachsen (werden) oder auch nicht.

 



Mi. 14.12.2016 / 20:00 Uhr / Lesung und Gespräch

David Wagner „Ein Zimmer im Hotel

Moderation: Erhard Schütz

 

Wenn seine hochgelobten Bücher in 17 Sprachen übersetzt sind, man Liebling der Goethe-Institute ist und u.a. eine Gastprofessur für Weltliteratur innehatte, dann kommt einer viel in der Welt herum. David Wagner hat alle die Hotels und Herbergen, in die es ihn dabei führte, zwischen milder Verwunderung und andächtigem Staunen porträtiert, all ihre Individualitäten zwischen Sterilität und Kuriosität, Annehmlich- und Befremdlichkeit. Das liefert ein ebenso unterhaltsames wie nachdenkliches Kompendium der Herbergen einer ansonsten unbehausten Welt.

 

 


Fr. 16.12.2016 / 20:00 Uhr / Vortrag und Diskussion

>Brecht-Haus-Lectures<

Theater und Getreide:

Brechts und Diderots Entdeckung der Ökonomie 1769/1925

Mit Matthias Rothe

Moderation: Katrin Sieg

Eintritt frei!

 

Brecht hatte im Jahre 1937 die Idee, eine „Diderot Gesellschaft“ zu gründen. Wir wissen nicht warum. Aber es gibt eine bezeichnende Parallele Brechts zum Schriftsteller und Theaterkritiker Denis Diderot: Beide entwickelten Interesse an Fragen der Ökonomie, und zwar über das Brot. Die scheinbar so unvermeidbaren Hungersnöte in Frankreich und die scheinbar so unkontrollierbar fluktuierenden Getreidepreise in der Weimarer Republik brachten sie dazu, die trockenen Texte der Ökonomen zu studieren (Diderot erlebt die Anfänge einer ökonomischen Wissenschaft, so wie wir sie kennen). Und das Theater galt ihnen zuallererst als ein heuristisches Instrument, nicht als bloßes Repräsentationsmittel. Was geschieht mit dem Theater, wenn es sich auf die Ökonomie einlässt? Es kann nicht auf der Bühne bleiben, sondern expandiert. Genau dies lässt sich an der Konstellation Diderot/Brecht studieren.

 

 

 

Bücher vom Stadthaus-Verlag

Wer das besondere Buch sucht, findet es hier.

 

 

 

Jeder Satz ein Treffer...

 

Wer laut denkt, lebt gefährlich

Aphorismen und Notate

 

von Harald Schmid

 

96 S. 11,5 x 18 cm, Softcover, 10,50 €

 

ISBN 978-3922299-45-5

 

Zu bestellen im Online-Shop

 

 

Roman über Menschen im Wendland

 

Das Dorf,

die anderen

und ein Hund...

von Ursula Eisenberg

mit Zeichnungen von Constanze Schumann

2. Auflage 2016

364 S. DIN A 5, Softcover

19,80 Euro

ISBN 978-3-922299-42-4

 

Die Alteingesessenen eines wendländischen Dorfes wollen die alte Ordnung bewahren, sie wird gestört durch ehemalige linke Demonstranten aus Berlin, die das Dorf zum Stützpunkt der Atomkraftgegner machten, leer stehende Häuser kauften, sanierten und bewohnen. Jetzt, ins Rentenalter gekommen, sind sie so mit ihrem privaten Leben beschäftigt, dass sie die gesellschaftlichen Belange aus den Augen verlieren. Nur beim Schutz eines Hundes vor den Aggressionen der Dörfler finden sie zu alter Gemeinsamkeit zurück.

 

Zu bestellen im Online-Shop

 

 

Das Kleine Buch

 

Klein im Format, groß im Inhalt. Für die Jeanstasche. Geeignet als Geschenk und als Lektüre für unterwegs. Und für Sammler literarischer Schätze.

Mein Schatz, das haut dich um

Verse auf der Kachelwand

von Dieter Lenz

Mit 4 Themenbereichen:

Lass stehn den Einkaufswagen / Mein Schatz, das haut dich um /

Eine rote Ampelscheibe sinkt herab als Rosenblatt /

Hitler öffnet sein Geschäft

 

Bd. 1 der Reihe "Das Kleine Buch"

72 S., 95 x 150 mm, Softcover, 7,50 €

Zu bestellen im Shop

 

Ich sag's im Guten

Zeitgedichte

von Ursula Eisenberg

72 heitere Gedichte über das Leben

und die Probleme in unserer Zeit

 

Bd. 2 der Reihe "Das Kleine Buch"

84 S., 95 x 150 mm, Softcover, 7,50 €

ISBN 978-3-922299-47-9

Zu bestellen im Shop

 

 

Vom leisen Spott

bis zur bitteren Pointe

 

Harry Pegas Epigramme

von Harald Schmid

 

68 S., Softcover,

 

18,0 cm x 11,5 cm

 

9,80 €,

 

ISBN 978-3-922299-41-7

 

 

Zu bestellen im Online-Shop

 

 

 

 

Am Anfang war das Wort...

 

Aphorismen von A-Z

von Harald Schmid

128 S. DIN A 5, Softcover,

16,80 Euro

ISBN 3-922299-38-5

 

„Dieses Buch wurde nicht zum Lesen geschrieben, sondern zum Blättern und Nachdenken.“ (Buchmotto).

Auch als Lexikon verwendbar mit über 900 Aphorismen, beginnend mit „Aasvögel“ und endend mit „Zwischen“. Am Schluss ein Text von Hartmut Heinze: „Von Bären und Raben zu Harald Schmids Aphorismen“ (Aus "Goethes letzter Wanderer", Studien zur deutschen Literatur von Gottfried bis Kafka)

 

Zu bestellen in unserem Online-Shop

 

Hören Sie mal rein!

 

Eisbleamzeit

Hörbuch von Harald Schmid

60 bairische Kurztexte

gesprochen von Harald Schmid

Musik: Norbert Riechmann

10,80 Euro 

 

(Zu bestellen auf der Shop-Seite)

 

Sehnsuchtsland Schweden

 

Heimkehr in Schweden

Kurzroman

von Dieter Lenz 

3. Auflage

140 S., 11,5 x 18 cm 8,50

 

In seinem Testament verlangt ein deutscher Auswanderer von den Erben seines schwedischen Hauses, dort sein Tagebuch zu lesen. Sein ältester Sohn erfüllt die Bedingung, ist schockiert von einem Geheimnis seines Vaters und erliegt wie er der Magie des nordischen Landes.

                          

Zu bestellen auf unserer Shopseite

Die Zukunft

hat schon begonnen...

 

Die letzten Tage des Kommissars

von Dieter Lenz

140 S. 180 x 115 mm, Softcover, 9,50

 

Es geht es um einen Magier, der in Wirklichkeit ein mysteriöser Genetiker ist,

um das Universum und den Menschen,

um die geheimnisvolle Macht der Natur,

um den Sinn des Lebens

und um einen in ein virtuelles Spiel versunkenen Mann, den der Sex in die Realität holt.

 

Zu bestellen auf unserer Shopseite

 

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