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Mit Fotos von

Beate Stübe, Thomas Lenz,

Eika Aue, Detlef Nickel
und Texten von

Jürgen Mahrt, Eika Aue, Dieter Lenz

 92 Fotos, 17 Texte

DIN A 5, Softcover, 96 Seiten, 19,80 €

 

Zu bestellen im Shop

Siehe auch das eBook Die Stadt, der Bauhelm und der Atomdoktor

 

 

 

 

 

 

Jürgen Mahrt

berichtet aus der Geschichte Berlins

und aus seinem Leben in der Stadt.

Er ist Bewohner und Beobachter

einer Stadt, die nie fertig wird.

Spree am Hauptbahnhof (Foto: Dtlef Nickel)
Spree am Hauptbahnhof (Foto: Dtlef Nickel)

Mein neues altes Berlin

von Jürgen Mahrt

 

Safari in Berlin

 

Berlin ist ein Safaripark – aber ohne trennende Zäune zwischen Mensch und Tier. Ich hatte zu diesem Thema schon einmal Bemerkungen gemacht, aber es gibt ja immer wieder Neues zu beobachten.

Vor meinem Fenster steht eine große Pappel, ein Krähenpärchen baut emsig an seinem Nest. Völlig normal für die Jahreszeit, aber wenige Äste weiter ist ein verlassenes Nest einer anderen Krähenfamilie, die weggezogen ist – Stadtluft ist nicht für jeden etwas. Nun hätte ich mir dieses vor der Nase liegende Baumaterial unter den Nagel gerissen. Nicht so die Krähen, die stehen auf Neubau und suchen sich mühsam das Nistmaterial in der Gegend zusammen. Juristisch sehr lobenswert, es gibt doch eine Menge Unterschiede zwischen Mensch und Tier.

Der Fuchs streift immer noch jede Nacht um die Häuser, inspiziert die Papierkörbe und Mülltonnen nach verwertbarer Nahrung. Er sieht gut genährt aus, findet demnach genügend für seinen Lebensunterhalt. Inzwischen sammeln Forscher der Universität die Beobachtungen der Berliner über die Füchse und werden sich wissenschaftlich zu diesem Thema äußern.

Die ältere Dame geht immer noch mit ihrem Kater an der Leine täglich spazieren. Sie ist nicht mehr so gut zu Fuß und würde die Ausflüge gern einschränken, aber das Tier sitzt jeden Tag vor der Wohnungstür und will raus.

Das Verhältnis der Berliner zur Tierwelt ist also unverändert, aber wohl noch verbesserungswürdig. Denn kürzlich las ich einen Aufkleber an einem Auto: „Schützt den Wald! Esst mehr Spechte!

 

 

 

 

Gastronomische Spezialitäten

 

Vor einigen Jahren öffnete in unserer Straße ein Türke seinen Imbiss. Es gab das Übliche. Um sein Geschäft anzukurbeln, lockte er mit dem Sonderangebot: "Döner für eine Mark plus Getränk.“

Mich interessierte das nicht. Beim Vorbeigehen sah ich nur einen leeren Laden, das Geschäft lief wohl schlecht.

Nach ein paar Monaten war es ein italienisches Spezialitätenrestaurant mit Pasta und Pizza, ging wohl auch nicht so gut.

Im Herbst wurde es arabisch, es gab Mujaddara, ein leckeres Linsen-Reis Gericht, gefüllte Artischocken. Stand jedenfalls auf der ausgehängten Speisekarte. Daneben ein Poster mit der Einladung zum arabischen Bauchtanz, der am Sonnabend im Lokal gezeigt wird. Das wollte ich schon immer mal sehen. Ich fand mich am Sonnabend im Lokal ein, bestellte einen Tee und wartete. Mit mir hatten sich noch drei Männer aus der Nachbarschaft eingefunden. Endlich tauchte der Geschäftsführer auf und verkündete, die Tänzerinnen treten erst auf, wenn mindestens zehn Leute anwesend sind. Ich bezahlte und ging.

Jetzt ist es ein japanisches Sushi Lokal. Läuft auch nicht so gut. Das einzige, was über die Jahre gleich geblieben ist sind der türkische Geschäftsführer und sein Koch.

 

 

 

Keiner braucht mich

 

Vor Jahren waren sie täglich, besonders im Sommer, in der Berliner Innenstadt zu sehen – die Touristen mit dem Blick in ihre Reiseführer und Stadtpläne. Verzweifelt drehten sie sich um die eigene Achse, um dann völlig orientierungslos in die falsche Richtung zu laufen. Mich hat das nicht amüsiert, denn beim Besuch anderer Städte ging es mir ja ebenso. Also versuchte ich zu helfen und sprach die Touristen an.

„Kann ich helfen, wo soll's denn hingehen?“

Daraus entstanden oft schöne Plaudereien, ich konnte mit meinen Kenntnissen prahlen und zugleich erfuhr ich etwas über die Herkunft der Gäste. Manchmal ergab sich ein gemeinsamer Spaziergang, bei dem ich auch etwas Neues entdeckte. Das ist vorbei, das ist Geschichte.

Heute laufen die Besucher mit starrem Blick auf ihr Smartphone durch die Straßen und Plätze, kurz unterbrochen vom Blick auf ein Gebäude oder ein Straßenschild; sie wissen Bescheid, haben alles im Griff und marschieren weiter.

Keiner braucht mich mehr, keiner stellt Fragen, denn alle Antworten haben sie ja auf ihrer App. Aber manchmal kann ich es nicht lassen.

Ein Pärchen auf dem Alexanderplatz schaut nach oben, im Vorbeigehen sage ich: „Das ist der Fernsehturm“.

Nein das ist der Eiffelturm“, kommt die Antwort.

Sie haben wohl die App von ihrem Besuch in Paris noch nicht gelöscht.

 

 

 

 

 

Ich bin kein Berliner mehr.

 

Und das kam so.

Das Kennzeichen meines neuen Autos fängt nicht mehr mit "B" an, sondern kommt aus einem Provinznest.

Und plötzlich bin ich ein Fremder in der Stadt. Will ich die Fahrspur wechseln, gibt es Schwierigkeiten.

Offensichtlich ist der Einheimische der Meinung, der Besucher sollte sich langfristig auf den Hauptstadtbesuch vorbereiten und sich rechtzeitig – am besten hinter Wuppertal – einordnen.

Als mir das bewusst wurde, wollte ich auch meinen Spaß haben und begann mich auffällig zu benehmen. Die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten hielt ich mit preußischer Disziplin ein. Jetzt ging es richtig los, dem Verkehrshindernis vom Dorf wurde gezeigt, wie in der Metropole gefahren wird. Von rechts und links wurde in den Sicherheitsabstand gefahren; dazu bekam ich  Zeichen – alle gerichtsfest als Straftatbestand geführt –, die mir mein unmögliches Verhalten vor Augen führen sollten.

(Übrigens: Blinker müssen von Autofahrern nicht mehr gesetzt werden. Aus Datenschutzgründen dürfen die anderen Verkehrsteilnehmer nicht wissen, wohin ich fahre. Es ist von Vorteil, wenn mir aber das Fahrtziel bekannt ist.)

Ab und an setze ich mich zur Wehr. Nachdem ich rüde überholt werde, biege ich an der nächsten Kreuzung auf einen Schleichweg ab. An der übernächsten Ampel stehe ich vor dem Überholer. Seinen Gesichtsausdruck genieße ich.

Dabei sind wir Berliner, wenn ich aus der Schule plaudern darf, keine besonders guten Autofahrer. Das schreibe ich im Vertrauen auf Ihre Verschwiegenheit und für alle Gäste, die mit Minderwertigkeitsgefühlen unsere Straßen bevölkern.

An jeder Kreuzung zeigt eine Ampel, was wir tun müssen, bei Grün wird gefahren bis auf Radfahrer und Taxis, die können auch bei Rot.

Fällt die Ampel aus, wird es schwierig, wie erkennt man eine Hauptstraße? Und wer hat jetzt Vorfahrt? Der von rechts oder doch der von links?

Fährt der Berliner in die Republik, was er ungern tut, merkt er doch, wie Gäste behandelt werden. Die kleinen Verkehrssünden werden ihm verziehen, freundlich wird Platz gemacht.

Es hat mich immer ein bisschen geärgert, wenn wir ob unseres Kennzeichens als Buletten bezeichnet werden, aber irgendwie verstehe ich die Leute jetzt besser.

 

 

 

 

 

Als Berlin am schönsten war

 

 

Am Abend umkreisten die Besucher den Reichstag und liefen dann über die Wiese, um einen Blick aus der Totale zu finden. Aber sie gingen nicht weg, weil mit der untergehenden Sonne die Schatten einen anderen Blick auf das Kunstwerk zuließen. Wenn alles gesehen war, lagerten sich Gruppen auf der Wiese, aber auch direkt am Haus, es wurde musiziert, gesungen in vielen Sprachen.

Jeanne- Claude, die mit ihren roten ungebändigten Haaren wirkte, als ob sie in Flammen steht, und Christo, wie der Zwillingsbruder von Woody Allen aussehend, die beiden lehnten jeden Kommerz ab. Es gab keine Verkäufer, keine sonst in Berlin üblichen Händler. Jeder durfte so viel fotografieren, wie er wollte, aber nur für private Zwecke.

Vor 20 Jahren, am 17.Juni 1995 begann etwas Einmaliges, Wunderschönes in Berlin. Aber 21 Tage später war alles vorbei. Ich schreibe von der Verhüllung des Reichstages des Künstlerpaares Jeanne-Claude und Christo. Vorher und nachher habe ich niemals wieder eine solche Stimmung erlebt. Der meckernde, durch nichts zu beeindruckende Berliner war für drei Wochen ausgestorben.

Bereits am ersten Abend kamen hunderte zum Reichstag und wollten nun endlich sehen, was die Verpackungskünstler da anstellten nach dem Motto: „Det soll Kunst sin?“. Und was sahen wir? Nichts.

„Da hat der Kohl das doch noch verboten“, denn die CDU war bis auf Rita Süßmuth ein glühender Gegner des Projekts, sie hatte es über Jahre verschleppt. Aber damit schuf sie schlussendlich etwas Gutes, denn jetzt konnten es alle Berliner aus der Nähe und von allen Seiten bewundern.

Die Christos arbeiteten seit 1971 an dem Werk. Die Kletterer (es sollten keine Kräne oder anderes technisches Gerät beteiligt sein) brachten die ersten Stoffbahnen in den Innenhöfen an. Obwohl die niemand sehen konnte, die Christos sind Perfektionisten. Das war später auch am komplett verhüllten Gebäude zu erkennen; jede Falte, die Christo vorher gezeichnet hatte, war zu sehen.

Warum ich das alles weiß?

Ich war dabei. Die Künstler hatten ein Monitoring eingerichtet. Freiwillige gingen unter die Leute und sollten ihre Fragen beantworten und auch ein wenig verhindern, das einige sich mit Messern und Scheren aus den Stoffbahnen ein Souvenir schneiden. Dafür hatten wir fünfmal fünf Zentimeter große Muster der Stoffbahnen in unseren Taschen, die wir verteilten (nicht verkauften). Wir waren so was von beliebt bei den Besuchern.

Und es hat geklappt, es musste fast nichts repariert werden. Es waren wirklich wunderschöne Tage in Berlin, auch das Wetter spielte mit, es war fast immer blauer Himmel. Ich habe Menschen getroffen, die täglich vorbei kamen und sich nicht sattsehen konnten an diesem silbern glänzenden, ja was sollte es sein, ein Bauwerk? Das war ja verhüllt. Manche schrieben, es sieht aus wie ein gelandetes Ufo. Etwas Überirdisches hatte das Ganze schon.

Ich habe seitdem Berlin nie wieder so friedlich und so entspannt erlebt.

Inzwischen hatte sogar der Berliner Senat erkannt, welch Juwel in der Stadt entstanden war und Eberhard Diepgen bat die Künstler händeringend um Verlängerung, denn im Gegensatz zu ihnen wurde in Berlin prächtig an diesem Ereignis verdient. Die lehnten ab.

Es heißt, fünf Millionen wären am Reichstag gewesen. Wer soll das gezählt haben? Es waren viel mehr. Nie war der Reichstag so schön und nie wieder wird er so schön sein.

Übrigens hat sich Helmut Kohl strikt geweigert, den verhüllten Reichstag anzusehen. Es hält sich aber das Gerücht, dass er bei einem Berlinbesuch den Hubschrauberpiloten angewiesen hat, eine Runde über den Reichstag  zu drehen. Was soll‘s.

  

 

 

 

 

Tierpark in Berlin


Es geht hier nicht um den Tierpark in Berlin-Friedrichsfelde. Wer darüber etwas erfahren will, braucht nicht weiter zu lesen. Tiere in Zoo und Tierpark sind eine Seite, die Liebe der Berliner für die Fauna hat aber noch wesentlich mehr Facetten. Ganz oben stehen die Hunde,  die lassen wir heute aber außen vor, darüber habe ich mich schon weiter unten geäußert.
Vor einigen Tagen berichtete die Berliner Feuerwehr über die erfolgreiche Bekämpfung eines Wohnungsbrandes in einem Mehrgeschosser. Der Mieter war nicht da, aber seine Katze. Die wurde von einem Feuerwehrmann mit einer Sauerstoffmaske vor der  Rauchvergiftung gerettet. Darüber wundern sich Berliner nicht, so etwas erwarten sie.  Denn die Tierliebe ist wesentlicher Zug des Großstädters, das hängt wahrscheinlich daran, weil die tierischen Lebewesen meist nur im Fernsehen vorkommen.
Da wird nachts der streunende Fuchs vom Balkon aus gefüttert. Wenn sich der weniger tierliebende Nachbar darüber aufregt, wird er mit Verachtung gestraft. Alte Damen kaufen von ihrer kleinen Rente frisches Schabefleisch für die verwilderten Katzen, die an den Müllcontainern schon auf sie warten.
In meiner Nachbarschaft geht jeden Tag eine ältere Frau mit ihrem Tier an der Leine spazieren. Nichts Besonderes? Stimmt, aber das Tier ist ein Kater, dem die Tour sogar Spaß zu machen scheint. Lediglich die Amseln finden das nicht so lustig und begleiten den Ausflug mit ihren Alarmrufen. Sie halten das Tier – auch mit Leine – für weiterhin  gefährlich.
Die Tierliebe wird nicht immer geteilt. Wenn in den Randbezirken die Wildschweine in die vorbildlich gepflegten Gärten einfallen, dann wird daraus schon mal die blanke Wut. Aber für so etwas gibt es den Wildtierbeauftragten des Senats. Der wird angerufen und um Rat gefragt. Er wird die Schweine nicht erschießen oder vertreiben können, aber es ist gut, darüber gesprochen zu haben.
Als Einheimischer fällt einem die vielfältige Tierwelt in der Stadt ja nicht mehr so auf, für Gäste ist das doch etwas anderes. Ich war mit einem Gast aus Georgien im Tiergarten unterwegs. Er kriegte sich nicht ein über die friedlich mümmelnden Kaninchen. Zu Hause erzählte er seinen ungläubig zuhörenden Landsleuten über die größte Attraktion in Berlin. „Die Kaninchen laufen einfach rum und  keiner jagt sie.“
In Ostberlin gab es keinen Wildtierbeauftragten, da gab es Professor Heinrich Dathe, den Gründer und ersten Direktor des Tierparks Berlin.

Jetzt breche ich doch mein Versprechen, nicht über diese Berliner Institution zu schreiben. Aber Dathe war schon eine besondere Persönlichkeit. Obwohl er einen breiten sächsischen Dialekt sprach und damit dem Berliner eigentlich suspekt war, wurde er verehrt. Wenn es in der Kneipe spätabends über Fragen, die mit Tieren zu tun hatten, zum Streit kam, dann wurde er angerufen und um Schlichtung gebeten.  So konnten wir uns nicht einigen, wo denn die Schwalben sich versammelt haben, als es noch keine Telegrafendrähte gab. Er wusste es.   

 

 

 

 

 

Wir sind in den Ferien.

 

Jetzt ist es wieder passiert. Die Kinder haben Ferien und Berlin ändert den Rhythmus. Morgens komme ich schneller durch die Stadt. Aber damit wir nicht übermütig werden, richtet die S-Bahn jede Menge Baustellen ein. So wird das Wort Schienenersatzverkehr selbst Chinesen geläufig. Denn die urlaubenden Berliner werden nahtlos von den einströmenden Touristen ersetzt. Wer denkt, jetzt ist die Stadt leer, der irrt sich. Viele Straßen verwandeln sich in Baustellen. Wir werden nach der Rückkehr die Schlaglöcher vermissen, aber keine Angst, im Winter sind sie wieder da.

Aber wohin verreist der Berliner? Viele fliegen in den Süden, unsere türkischen Mitbürger in die Heimat der Väter. Wenn Schönefeld fertig wäre, würden es noch mehr sein. Bis zum Bau der Mauer 1961 trafen sich die Berliner an der Ostsee, in Kühlungsborn, auf dem Darss, auf Rügen, aber vor allem auf der Insel Usedom. Westberliner Studenten tauschten 100 DM in der Wechselstube, bekamen dafür 500 Ostmark und verlebten herrliche Wochen auf den Zeltplätzen am Meer. Das war illegal, den jungen Leuten war das schon damals scheißegal. Heraus kam das am 13. August, jetzt war der Rückweg versperrt, viele bekamen Hilfe von Leuten der Kirche.

Danach trennten sich die Urlaubswege der Ost- und Westberliner gezwungenermaßen. Die einen fuhren in die Lüneburger Heide, in den Frankenwald, nach Schweden oder begannen mit der Eroberung Mallorcas. Die anderen konnten sich in ihren Betrieben für einen Scheck im Ferienheim an der Ostsee oder im Thüringer Wald bewerben. Ostsee stand am höchsten im Kurs, da kam man nicht jedes Jahr hin. An zweiter Stelle der beliebtesten Urlaubsziele standen Berlin und seine Umgebung. Sicher, Berlin und sein Umland sind wunderschön, aber da waren wir ja zu Hause. Vor allem die Sachsen aus dem „Tal der Ahnungslosen“– so wurden DDR Bürger genannt, die kein Westfernsehen empfangen konnten – saßen oft den ganzen Tag vor dem Fernseher und fuhren in die Hauptstadt der DDR zum Einkaufen, denn im Schaufenster der Republik gab es vieles, was zu Hause nicht zu bekommen war. Aber in den Seen und in den Wäldern waren die Gäste aus dem Süden schon auch zu finden. Da konnten jedoch Gefahren lauern, zum Beispiel beim Pilze suchen. Der hochgiftige Grüne Knollenblätterpilz ähnelt wohl dem heimatlichen Champignon und wurde manchmal gesammelt und verzehrt. Dann hatten die Ärzte in den umliegenden Krankenhäusern einiges zu tun. Bei älteren Berliner Umlandbewohnern heißt der Pilz seitdem Sachsentöter.

 

 

 

 

 

Wohnung mit Balkon

 

Also ohne Balkon geht gar nichts. Wer eine Wohnung in Berlin zu vermieten hatte und einen Makler damit beauftragte, kennt diesen Satz. Und es gab Zeiten in unserer Stadt – noch nicht so lange her – da gab es mehr Wohnungen als Interessenten dafür.

Aber der erste Satz sagt schon viel über das Verhältnis des Berliners zu seiner Wohnung und vor allem zum Balkon. Der ist einfach wichtig und er hebt den Wohnwert ganz ungemein. Vor 10 Jahren hat das endlich einmal ein Filmemacher erkannt und mit „Sommer vorm Balkon“ diesem Platz eine liebevolle Würdigung zukommen lassen. Und jetzt haben wir ja wieder Sommer in Berlin.

Urlaub auf „Balkonien“ - für manche gibt es mangels Geld keine Alternative - aber er kann schöner sein als auf Mallorca.

Im Frühjahr werden die Blumenkästen bepflanzt, in den meisten Kästen sind die obligatorischen Geranien. Dazu kommen die Töpfe mit Rosmarin, Thymian, Basilikum und Salbei. Petersilie und Schnittlauch sind inzwischen zu gewöhnlich. Abends kommen Freunde. Sie glauben nicht, wie viele Personen auf 8 Quadratmetern nicht gerade Platz, aber sich einfinden können. Dann wird gegrillt, natürlich mit Holzkohle, wir spüren ja immer noch den Neandertaler in uns. Aber Vorsicht, es gibt inzwischen viele Spielverderber in unserer Stadt. Es gibt Gerichtsurteile: zweimal im Monat darf gegrillt werden, wenn die Nachbarn einverstanden sind. In intakten Haugemeinschaften funktioniert das immer noch sehr gut, jeder lädt den Nachbarn ein und wer nicht will, der macht seine Fenster zu. Und dann wird gesungen. Wer noch nie einen solchen Gesang auf Berliner Hinterhofbalkonen erlebt hat, besitzt keine Vorstellung von der phantastischen Akustik.

Im letzten November wurde daraus in Friedrichshain sogar ein Event – wie es jetzt neudeutsch heißt – gemacht. In Gruppen wurde durch den Bezirk gewandert und jeder konnte auf seinem Balkon singen, was ihm gefiel. Vom Opernsänger bis zum Stimmbrüchigen, alle konnten mitmachen. Muss ein Erfolg gewesen sein, die Zeitungen schrieben darüber.

Aber es gab Zeiten, da trug der Balkon sogar zum Überleben der Berliner bei. Nach 1945 wuchsen keine Geranien, sondern Tomaten in alten Eimern, viele hatten Kaninchen. Der Geruch, der durch den Hof zog im Sommer, war schon gewöhnungsbedürftig.

Als unser Nachbar aber ein Schwein auf seinem Balkon aufzog, da war es dann doch vorbei mit der nachbarlichen Toleranz.

 

 

 

 

Berliner Hunde

 

Wenn Sie in Berlin richtigen Streit anfangen wollen, dann bringen Sie das Gespräch auf die Hunde in der Stadt. Es gibt zwei Gruppen: Die Hundefreunde und die Hundehasser. Und wenn Sie sich jeweils als Vertreter der anderen Partei outen, dann haben Sie die schönste Auseinandersetzung. Geraten Sie an einen, dem Hunde egal sind (der selten zu finden ist), dann bringen Sie das Gespräch auf Klaus Wowereit, das ist der Politiker, den seine Karriere weit führte - von Lichtenrade bis nach Berlin-Mitte.

Kommen wir zu den Hundefreunden, ich selbst gehöre zu ihnen. Freunde schenkten mir mal eine Plakette mit der Aufschrift „Staatlich geprüfter Hundefreund“, darauf bin ich stolz, und ich komme mit den Vierbeinern auch ganz gut aus. Es gibt die älteren Hundebesitzer, die dreimal am Tag ihren Hund ausführen, weil der Arzt ihnen Bewegung verordnet und zum Kauf eines Hundes geraten hat. Diese Tiere tun mir meistens leid. Wenn Sie in die blauen Augen eines Huskies gesehen haben, der langsam mit seinem betagten Herrn durch die Straßen tackelt, dann wissen Sie warum. Der Hund braucht jeden Tag einen viele Kilometer langen Ausdauerlauf, den wird er nie kennenlernen. Wenn sich zwei Damen im Park mit ihren angeleinten Begleitern treffen und die sich etwas beschnüffeln können, ist das für sie fast wie Weihnachten. Jetzt soll ein Hundeführerschein in Berlin eingeführt werden, die alten Herrschaften sind schon in heller Aufregung, wie sollen sie den schaffen, wo sie schon froh sind, wenn sie den Heimweg ohne Schwierigkeiten finden.

Die meisten dieser Kategorie sind aber friedlich und unkompliziert, sie haben sogar eine Tüte für die Hinterlassenschaften dabei. Viele verpassen ihren Freunden nachts ein rotes Blinklicht am Halsband, damit Radfahrer sie nicht aus Versehen überfahren. Also über diese Zeitgenossen kann man fast nicht meckern.

Eine große Gruppe der Hunde gehört zu den illegalen Berlinern. Ihre Besitzer bezahlen keine Hundesteuer. Es sind immer Mischlinge, die zum Teil aus abenteuerlichen Paarungen entstanden sind. Sie haben ein bunt gemustertes Halstuch, Hundeleinen kennen sie nicht. Und sie sind sehr klug, kennen die rote Ampel und verhalten sich überwiegend friedlich.

Was die Hundehasser eint, sind die Produkte des Stoffwechselprozesses. Es sollen viele Tonnen sein, die täglich auf den Straßen und vor allem auf den Bürgersteigen landen, und ich kenne niemanden, der nicht schon voll rein getreten ist. Der Berliner kann sich nicht für die Schönheiten seiner Stadt interessieren, er sieht nach unten und umkurvt die Hundehaufen. Besonders kompliziert ist es nach Silvester, weil die Reste der Raketen und Hundekot kaum voneinander zu unterscheiden sind.

Alle bisherigen Versuche, dieses Problem zu lösen, haben sich bisher als untauglich erwiesen. Ich hätte da einen Vorschlag:

Kann man dem Hundefutter nicht Leucht- und Neonfarben beimischen? Dann können wir die Haufen rechtzeitig erkennen. Außerdem bekäme Berlin eine farblich neue Komponente. Und es kommen bestimmt noch mehr Touristen, um auch das zu sehen.

 

 

 

 

Der zweite Sonntag im Januar

 

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Januar gehen viele Tausend Berliner und Menschen aus anderen Gegenden Deutschlands zum Zentralfriedhof nach Friedrichsfelde. Das ist der Gedenktag für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die Gründer der KPD. Manche halten das für ein Relikt aus der DDR und betrachten es als eine vorübergehende Erscheinung. Aber dieses Gedenken ist viel älter: seit 1919, als Karl Liebknecht und weitere Opfer der Novemberrevolution 1918 auf diesem Friedhof begraben wurden. Die Leiche von Rosa Luxemburg wurde Monate später im Landwehrkanal gefunden und an der Seite von Karl Liebknecht beigesetzt. Seitdem kommen die Menschen in jedem Januar nach Friedrichsfelde. Unterbrochen nur in den Jahren des Faschismus.

1926 wurde ein vom Architekten Ludwig Mies van der Rohe entworfenes Denkmal für die Opfer der Novemberrevolution von Wilhelm Pieck eröffnet. Pieck war ein Funktionär der KPD und später von 1949 bis zu seinem Tod 1960 Präsident der DDR. Er war es auch, der sich nach 1945 für den Wiederaufbau des Denkmals besonders einsetzte. Die Nazis hatten es 1935 dem Erdboden gleich gemacht.

1951 wurde die Gedenkstätte der Sozialisten am Eingang des Friedhofs eingeweiht. Wilhelm Pieck beteiligte sich intensiv an der Planung und Ausführung der Anlage. Ihm war auch bewusst, dass er hier seine letzte Ruhe finden würde. Seine Frau Christine war während der Emigration in Moskau verstorben. Pieck ließ ihre Urne nach Berlin überführen und hinter der Gedenkstätte in einem Grab beisetzen. So hatte er seine Familie in seiner Nähe.

Wer denkt, auf diesem Friedhof seien nur kommunistische Funktionäre begraben, der sollte einen Besuch einplanen. Er wird die Gräber vieler Persönlichkeiten finden, die Einfluss auf die Geschichte genommen haben.

Und ganz am Ende des Parks ist am Standort des Denkmals für die Opfer der Novemberrevolution eine Nachbildung entstanden.


 

 

 

„Eiserne Weihnachten“

 

Berlin ist kein Weihnachtsland. Die atheistische Metropole hat anderes zu tun, als sich mit dem Messias zu beschäftigen. Da fährt man ins Erzgebirge, schaut den Schnitzern bei der Arbeit zu und kauft sich einen Schwibbogen.

Aber wenn sich Berliner mit Weihnachten beschäftigen, dann wird es etwas Besonderes. Fahren Sie einen Tag vor dem Heiligen Abend zum Fußballclub Union Berlin an die Alte Försterei in Köpenick. Die "Eisernen"*) haben sich da etwas ausgedacht. Ein Geheimtipp ist das schon seit Jahren nicht mehr. In diesem Jahr waren über 27 000 gekommen. Bei freiem Eintritt, jeder bekommt ein Liederheft, eine Kerze und ein Feuerzeug, werden Weihnachtslieder gesungen. Aber – wir sind ja schließlich in einem Stadion – darunter mischen sich auch die Gesänge, die üblicherweise auf Fußballplätzen zu hören sind.

Es ist ein herrliches Bild, wenn das Flutlicht verlischt, die Ränge nur von den Kerzen beleuchtet sind, auch das Spielfeld ist bis zum letzten Platz gefüllt, der Rasen wird mit einem Kunststoffbelag geschützt.

Inzwischen versuchen andere Vereine, auch ein Weihnachtssingen zu organisieren. Deshalb wird es einst heißen: Wer hat's erfunden? Die "Eisernen" haben es erfunden.

 

 

*) Bezieht sich auf den Schlachtruf der Fans "Eisern Union". Den Fußballverein gründeten junge Männer, von denen einige als Schlosser arbeiteten, sie hatten mit Eisen zu tun.

 

 

 

 

 

Der 90. Geburtstag

 

Loriot hat Geburtstag, und da es sein 90. ist, wollen wir ihm die Ehre eines Besuches erweisen.

Von Berlin muss man da nicht weit reisen, denn hier hat sich Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow seine letzte Ruhestätte ausgesucht, auf dem Waldfriedhof Heerstraße. Und da fängt Berlin wieder an, seine Eigenheiten zu zeigen. An der Heerstraße ist der Friedhof nicht zu finden, der Eingang ist an der Trakehner Allee, der ist aber leicht zu finden, schräg gegenüber vom Osttor des Olympiastadions.

Das Grab konnten wir aber noch nicht besuchen, die Umgebung wurde gerade hübsch gemacht, die Gärtner waren mit Sägearbeiten an den Bäumen beschäftigt und hatten den Zugang mit rotweißen Flatterbändern gesperrt.

 

Also die Zeit genutzt für einen Rundgang, der sehr zu empfehlen ist. Die Prominentendichte des Waldfriedhofs kann es locker mit anderen Berliner Friedhöfen aufnehmen. In der Mitte liegt ein kleiner See, der sich umwandern lässt und dabei ist ein Gang durch Geschichte von Kunst und Politik möglich. Wir besuchen den Maler Georg Grosz, die Schauspielerin Tilla Durieux, ihren jüngeren Kollegen Horst Buchholz. Auch Grete Weiser hat hier ihre Ruhe gefunden. Der Stückeschreiber und Schauspieler Curt Goetz und seine Gattin Valerie von Martens sind hier zu finden. In ihrer Nähe liegt der Publizist Melvin Lasky, zu Lebzeiten häufiger Gast in Werner Höfers Internationalen Frühschoppen mit sechs Journalisten aus fünf Ländern.

 

Am Grab von Joachim Ringelnatz wird ihm zu Ehren ein Gedicht aufgesagt:

 

In Hamburg lebten zwei Ameisen

die wollten nach Australien reisen.

Bei Altona auf der Chaussee

da taten ihnen die Beine weh,

und da verzichteten sie weise

dann auf den letzten Teil der Reise.

 

Inzwischen haben die fleißigen Arbeiter sich für eine Pause entschieden und wir dürfen zu Loriot. Auf dem Weg zu ihm kommen wir bei Professor Brinkmann aus der Schwarzwaldklinik vorbei, der auch als Klausjürgen Wussow bekannt ist.

Und dann stehen wir vor Victor von Bülow, alle Vornamen passen nicht auf den Stein, obwohl er groß ist, aber dafür das Familienwappen. Er hat sich wirklich einen wunderschönen Platz ausgesucht, mit Blick auf den Sausuhlensee. Der Name hätte wohl auch in einen seiner Sketche gepasst, dann aber gesprochen von Evelyn Hamann mit leichtem S-Fehler.

Loriots Grab ist nicht zu verfehlen, der Rand ist besetzt von vielen gelben Quietschenentchen, genau diese, die Herr Dr. Klöber unbedingt in die Badewanne mit Herrn Müller-Lüdenscheidt mitnehmen wollte. Das sieht die Friedhofsverwaltung bestimmt nicht mit Begeisterung. Ob es Loriot gefallen würde? Sein Enkel findet es schön, wie er in einem Interview mit dem Spiegel sagte.

 

Wenn Sie Loriot besuchen wollen, dann nehmen Sie nur eine ganz kleine Ente mit, es ist nicht mehr viel Platz.

                                                                                                     

 

 

 

Die Bernauer Straße

 

Es war eine ganz normale Straße in Berlin – bis zum 13. August 1961 – die Bernauer Straße. Als Kinder aus Prenzlauer Berg gingen wir sie mehrmals in der Woche entlang auf dem Weg in den Wedding. Denn dort war der Westen, da wurden die spannenden Filme gespielt in zum Teil abenteuerlichen Kinos. Das Geld dafür verdienten wir uns mit Botengängen für Leute aus dem Haus, die nicht nach Westberlin durften. Das waren Staatsangestellte, auch Polizisten, die nicht auf Amizigaretten, Zeitungen und andere Sachen verzichten wollten.

Die Besonderheit der Bernauer erfuhr ich zum ersten Mal im Sportverein. Regelmäßig belehrte uns der Übungsleiter. Er kontrollierte auch unsere Schulnoten, denn Sportler mussten auch in anderen Fächern gut sein und wir sollten nicht nach Westberlin gehen, wobei er leicht grinste. Da meldete sich ein Junge und meinte, auf ihn träfe das nicht zu: „Ich muss doch durch den Westen, wenn ich das Haus verlasse, ich wohne doch in der Bernauer Straße.“ Da hatte er recht. Die Straße gehörte in voller Breite einschließlich der Bürgersteige zum Wedding und damit zum französischen Sektor. Die Häuser auf der südlichen Seite waren aber Bezirk Mitte und der war sowjetischer Sektor.

Die Berliner Verwaltungsgrenzen waren 1920 entstanden mit der Bildung von Groß-Berlin. Es gab 20 Bezirke mit ihren Verwaltungen, die in vielen Fragen selbständig entscheiden konnten ohne die Erlaubnis des Magistrats.

Das alles interessierte keinen Berliner, vor allem keinen im Nordosten der Stadt, wo die Industrieviertel und die Zinskasernen für das Proletariat standen. Es änderte sich am Ende des 2. Weltkrieges mit der deutschen Kapitulation 1945 und dem Untergang des Faschismus. Die künftigen alliierten Stadtkommandanten teilten an Hand der Berliner Verwaltungskarte die Stadt in vier Sektoren. Der Bezirk Mitte kam zum sowjetischen Sektor und der Wedding ging an Frankreich.

Diese Teilung wurde am 13. August 1961 der ganzen Welt dramatisch vor Augen geführt. Die Menschen sahen die Bilder von Verzweifelten, die sich aus den Fenstern der Häuser in den Westen abseilten oder sich in die Sprungtücher der Westberliner Feuerwehr fallen ließen. Bald wurden die Fenster zugemauert, die Bewohner umgesiedelt, die Häuser abgerissen um Platz für die Mauer zu machen.

Aber warum war die Grenze zwischen den Bezirken nicht in der Straßenmitte gezogen, wäre doch irgendwie logisch gewesen? War sie zunächst auch, aber das führte zu Protesten der Anwohner. Denn die Straßenfeger aus Mitte schoben den Schmutz bis zur Straßenmitte, die aus Wedding machten das gleiche, dann gingen sie nach Hause. Wind und Wetter verteilten alles wieder. Also wurde beschlossen, die ganze Breite geht an den Bezirk Wedding und es gab keinen Streit mehr zwischen den Leuten vom Müll.

                                                                                                      

 

 

 

Kleiner Berliner Stadtführer

 

Nach der Ankunft in Berlin trifft der Tourist auf einen verwegenen Menschenschlag, so jedenfalls hat es Goethe nach seinem Besuch in Berlin niedergeschrieben und dann muss ja wohl auch stimmen.

Also, sagt sich der Fremde, Vorsicht ist geboten. Doch sehr schnell merkt er mit einer gewissen Enttäuschung: Der echte Berliner ist rar, vielleicht sogar schon ausgestorben. Denn der Dialekt verrät ihn nicht unbedingt. Den üben viele schnell ein, man will ja so schnell wie möglich als Einheimischer gelten.

Erster Hinweis, woran sie den Berliner erkennen können, fragen sie nach dem Weg. Wird er ihnen wortreich erklärt und ist die Auskunft auch noch richtig, dann war es kein Berliner. Der kennt seinen Kiez und den Weg zum Arbeitsplatz und zurück, alles andere interessiert ihn nicht.

Auch Kneipenbesuche bringen kaum Erfolg, wobei die Berliner Eckkneipe nicht mehr so leicht zu finden ist. Meist landen sie in einer türkischen oder anderen südländischen Dorfversammlung. Eine Reise durch Berlin ist die preiswerteste Art einer Weltreise.

Wo stecken die Berliner und wo bleibt ihr sprichwörtlicher Witz? Im Radio und im Lokalfernsehen ist kein einheimischer Zungenschlag zu hören.

Fast schon verzweifelt will der Gast die Heimreise antreten. Er hat noch etwas Zeit, also schnell etwas besichtigen. Der nächstbeste Passant wird gefragt: „Wie komme ich zum Zoo?“ Die Antwort: „Als was denn?“.

Das war dann ein Berliner.