1968 wird 50

Aus diesem Anlass veröffentlicht der Stadthaus-Verlag Texte aus der APO-Zeit in West-Berlin.: 68 – Es gab nicht nur Demos.
Ohne Zweifel musste die außerparlamentarische Opposition auf die Straße gehen, um beachtet zu werden. Aber neben dieser lautstarken APO gab es auch die stille APO, sie rebellierte nicht öffentlich, sondern privat mit ihrem Leben. Wenn die Studenten von „Fremdbestimmung“ sprachen, so war in der stillen APO die Selbstbestimmung schon im Gange. Und so entstanden die Wohngemeinschaften, die antiautoritären Kinderläden, die Kleinverlage mit ihrer provokativen Literatur und die linken Buchläden, die alles anboten, was der Selbstfindung diente, neben politischer Literatur auch buddhistische Bücher.
Die stille APO erlebte ihre Revolution als Befreiung vom alten, gehorsamen, sich angepassten Menschen. Sie war die Jugend, die sich ihrer Zukunft bewusst war und total anders als ihre Eltern leben wollte. Um so schockierender muss es für einen von damals sein, zu sehen, wie sich heute die Jugend mit ihrem Alter, nämlich der Rente, beschäftigen muss und wie tief sie in der Leistungs- und Konsumspirale steckt, aus der sich die 68er Rebellen befreit hatten. Und wie die Politik sich immer schneller dem nähert, was 68 der „braune Sumpf“ genannte wurde.
Die Texte in dem Buch sind persönliche Berichte aus der stillen APO.

 

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